Auszeichnung für den Kapuzinerhof

„Der Mensch ist es uns wert“

(gsp) Das Seminarhotel Kapuzinerhof in Laufen wurde jetzt als Teilnehmerbetrieb am „Umweltpakt Bayern“ für seine besonderen Verdienste und Leistungen ausgezeichnet. Der Umweltpakt ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und der bayerischen Wirtschaft und geht auf das Jahr 1995 zurück. Nicht ganz so weit reicht die Geschichte des Seminarhotels Kapuzinerhof in Laufen, es wurde nach der Renovierung, Erweiterung und Modernisierung des alten Klosters 2001 eröffnet und steht seit 2008 unter der Führung von Peter und Sina Fingerhut. Heute sind 40 Mitarbeiter beschäftigt und die meisten von Ihnen sind mindestens acht Jahre im Betrieb.

Bürgermeister Hans Feil, Hotelmeisterin Johanna Feil, Managerin und Hotelierin Sina Fingerhut, Landrat Georg Grabner – Fotos: Gerd Spranger

Umweltschutz ist für Sina Fingerhut nicht eine Sache des Images. „Was hilft ein Etikett oder ein Qualitätssiegel, wenn nicht erfüllt wird was es verspricht“, fragt sie. „der Mensch im Allgemeinen und unsere Gäste im Besonderen sind es wert, das Beste zu bekommen, was unsere Region zu bieten hat.“ Dass bei ihr hinter den Worten auch harte Fakten stecken, zeigen fast 30 Kriterien, die das Seminarhotel Kapuzinerhof aktiv für den Schutz der Umwelt erfüllt. Das beginnt bei der Schulung der Mitarbeiter, reicht über die Einsparung von Energie bis hin zu Lebensmitteln, die vorwiegend aus regionalem und ökologische Anbau bezogen werden. Selbst die Möglichkeit E-Bikes und Elektrofahrzeuge aufzuladen wird geboten.

Umweltschutz und gut wirtschaften

Landrat Georg Grabner, sprach bei der Überreichung der Urkunde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz von Synergien und der gegenseitigen Bereicherung und Befruchtung bei der Umsetzung des Umweltgedankens. „Der Kapuzinerhof ist ein ganz hervorragendes Beispiel dafür, dass jeder von uns etwas für den Schutz der Umwelt tun kann. Für einen Betrieb heißt das in der Folge, dass er durch nachhaltiges Wirtschaften auch Kosten einspart, es rechnet sich.“

Landrat Georg Grabner gratuliert der Hotelbetreiberin Sina Fingerhut zu dem Erfolg des Seminarhotels Kapuzinerhof in Laufen.

Der Landrat erinnert sich, dass er sich vor über 15 Jahren beim Minister Thomas Goppel, als Abgeordneter im Bayerischen Landtag, intensiv für eine wirtschaftliche Nutzung der damals brach liegenden Klostergebäude eingesetzt hat. Es ist bis heute die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen, die das Seminarhotel nutzt. Doch der Kreis der Kunden reicht weit darüber hinaus und der Kapuzinerhof hat sich in Deutschland und Österreich einen guten Namen gemacht, ist an vielen Monaten im Jahr ausgebucht. Er lebt aber nicht nur vom Seminar- und Tagungsgeschäft, sondern ebenso von Familienfeiern und Firmenevents. Bürgermeister Hans Feil aus Laufen bekräftigt dabei die ausgezeichnete Qualität des Restaurants.

Urgemüse und regionale Produkte

Der Erfolg kommt aber nicht von ungefähr und zentral ist auch hier der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit verankert. „Wir haben noch nie einen Meeresfisch oder Garnelen, sondern ausschließlich heimische Fische auf der Karte geführt. Unsere Gäste haben das auch immer zu schätzen gewusst“, nannte Hotelmeisterin Johanna Feil ein Beispiel. Vor zehn Jahren etwa habe man bereits damit begonnen, vergessenes Urgemüse, Saaten und Kräuter vorzustellen und wieder in Erinnerung zu bringen. „Wir brauchen keine Modetrends, müssen nicht besser, höher oder weiter springen, um mit der Zeit gehen zu können. Wir bleiben auf dem Boden der Tatsachen und versuchen einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten“, gibt sich die Hotelmeisterin bescheiden.

Stadt Laufen mit hohem Freizeitwert

Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder der Mensch, war man sich bei dem Austausch im Landratsamt einig. Georg Grabner betonte, „dass es einfach zu spüren ist, ob der Service oder auch das, was die Karte bietet, mit Herz und Verstand zubereitet ist. Man schmeckt es ebenso, wie man Herzlichkeit spüren kann. Und das ist nicht nur eine Phrase, denn ‚Herzlichkeit‘ ist uns heute weitgehend verloren gegangen.“ Ebenso zählen auch das Umfeld zu den ‚Erfolgsfaktoren‘ und Laufen etwa verstrahle ein wenig abseits der Bundesstraße einen südlichen Charme, ist sich Bürgermeister Feil sicher. Das werde auch immer mehr wahrgenommen, denn nicht umsonst sei die Einwohnerzahl des Salzachstädchens in den letzten zehn Jahren von 5.800 auf 7.200 gestiegen. Laufen punkte mit seiner Nähe zum Abstorfer-, Waginger-, Obertrumer- und Mattsee sowie zu seiner Nähe und guten Anbindung nach Salzburg.

Die richtige work-life-balance

Herausforderungen kommen aber noch von einer ganz anderen Seite. „Die Menschen streben heute immer mehr nach einer ‚work-life-balance“, ist sich der Landrat sicher. Für die Hotellerie und Gastronomie aber setze das andere Herausforderungen als im Öffentlichen Dienst. „Hier muss noch viel getan werden“, räumt die Chefin des Kapuzinerhofes ein, sieht den eigenen Betrieb aber auf einen guten Weg. „Wir sind kein Saisonbetrieb und wir arbeiten in zwei Schichten“, bekräftigt sie. „Auch hier arbeiten wir nachhaltig und die Mitarbeiter danken es uns. Natürlich möchten wir Familie und Beruf miteinander in Einklang bringen“, sonst wären wir schlechte Arbeitgeber und Gastgeber.“

Bestnote für den Kapuzinerhof

Das bestätigen ebenso die Gäste, denn sie gaben dem Haus bei Holiday-Chek 5,8 von möglichen sechs Punkten. Ausgezeichnet wurde das Seminarhotel bereits von der Europäischen Union der Köche, von Slow-Food Deutschland, von der Solidargemeinschaft Berchtesgadener Land, von Greentable und aktuell vom Umweltpakt Bayern.

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