Eine Pandemie der Ungeimpften?

KOMMENTAR:
Auch wenn es sich mittlerweile nicht mehr leugnen lässt, dass ebenso geimpfte Menschen zu den aktuell hohen Inzidenzzahlen beitragen, richtet sich der Blick doch immer wieder auf jene, die nicht geimpft sind. Die Gruppe wird mit rund 30 Prozent angegeben. Wie viele davon bereits genesen und damit über einen natürlichen Immunschutz verfügen, darüber ist in den Medien wenig zu lesen. Es bleibt dabei: die Ungeimpften sind schuld.

Aktuelle Studie liefert Ergebnisse

Ungeimpft soll es bald nicht mehr geben: Impfzwang

Zu diesem Schluss kommt auch eine aktuelle Studie, wie jüngst die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) berichtet (Link). Der Autor geht davon aus, dass ‚dreiviertel der Corona-Infektionen in Deutschland von Ungeimpften ausgelöst werden‘. Die Forscher um Professor Dirk Brockmann von der Humboldt-Universität in Berlin unterstellen gar, dass bei 91 Prozent ‚ein Ungeimpfter beteiligt ist‘. Und das, obwohl sie nur etwa 30 Prozent der Bevölkerung ausmachen, berücksichtigt man die Genesenen, wohl eher nur 20 Prozent.

Der Professor
im Dienste der Regierung

Was ist davon zu halten? Ist dies der finale Beweis über die Schuld jener Menschen, die die neuartige mRNA-Impfung ablehnen? Das kommt wohl sehr darauf an, wie die ermittelten Daten final bewertet werden. Dabei ist Professor Brockmann kein Unbekannter. Bereits 2009 erstellte er eine Prognose zur Ausbreitungswege der Grippepandemie in den Vereinigten Staaten. Am Robert Koch-Institut leitet er die Projektgruppe P 4: Epidemiologische Modellierung von Infektionskrankheiten. Dabei werden mathematische Modelle, numerische Methoden und anwendungsorientierte Computersimulationen entwickelt. In der geschlossenen Welt von Zahlen und Statistiken ist Brockmann der Experte schlechthin. Von welchen Annahmen aber geht er aus?

Hohe Impfwirsamkeit unterstellt

Er unterstellt je nach Altersgruppe einen Impfschutz von 90 bis 72 Prozent. In einem zweiten Modell von 60 bis 50 Prozent. Nun muss aber mittlerweile selbst der überzeugteste Pharma-Lobbyist einräumen, dass die Impfwirkung nach zwei Monaten bereits rapide abnimmt. Wie wäre die Studie zu werten, läge man nur eine Impfwirksamkeit von 25 Prozent zugrunde, als Durchschnittswert der Wirksamkeit über sechs Monate hinweg?

Wer steckt wen an?

Die veröffentlichte Grafik zur Studie stellt dar, dass bei 100 Neuansteckungen 51 ungeimpfte Personen geimpfte Personen anstecken würden. Dabei wird nicht hinterfragt, wie das bei einem Impfschutz der bis zu 90 Prozent betragen soll, überhaupt möglich ist. Das Impfversprechen war die Immunisierung und ein Ende aller Maßnahmen, welche die Freiheits- und Grundrechte der Bürger massiv einschränken. Ebenso wenig wird hinterfragt, ob sich andersherum Menschen ohne Impschutz bei den Geimpften anstecken können, deren Zellen ja selbst die Spike-Proteine produzieren. Ihr Anteil daran wird zumindest als sehr klein gewertet.

Irgendwann ist jeder infiziert

Auch ist offensichtlich, dass Menschen ohne Schutz (Ungeimpfte) sich in einer Pandemie irgendwann infizieren werden. Dabei gehen sie in der Regel davon aus, dass das körpereigene Immunsystem sehr gut mit einer Covid-Erkrankung zurecht kommt, zumal ganz offiziell rund 95 Prozent der ‚Infizierten‘ gar keine bis nur leichte Symptome aufweisen. Nichts anderes hat man bei den Grippewellen der letzten Jahrzehnte gemacht, wenn sich auch vereinzelt Personen dagegen haben impfen lassen. Das war und ist ihr gutes Recht und ihre freie Entscheidung.

Wann wurden
die Geimpften getestet?

Der Schluss über eine 91-Prozentige „Beteiligung von ungeimpften Menschen“ bei der Übertragung ist trügerisch und spekulativ. Es gibt gar keine Erhebungen in wie weit mRNA-Geimpfte überhaupt ansteckend sind, denn es wurde in den letzten Monaten keine Notwendigkeit gesehen, sie einer Testung zu unterziehen. Es fehlen damit ganz einfach belastbare Daten. Woher die Studie diese nimmt, erschließt sich nicht. Zudem ist es logisch, dass sich Betroffene ‚irgendwo‘ infiziert haben. Es ist aber andersherum gewährleistet, dass sich infizierte Personen umgehend in Quarantäne begeben müssen, also die Ungeimpften. Sie können somit gar nicht mehr zum Infektionsgeschehen beitragen. Ganz im Gegenteil zu Geimpften, die nie getestet werden und es selbst in aller Regel auch nicht tun.

Der politischen
Agenda gerecht werden

Der Schluss, dass die Ungeimpften an der Pandemie schuld seien ist spekulativ und entspricht der politischen Agenda, vor allem vor einem drohenden Impfzwang. Es wäre nicht die erste Studie, die gesponsert oder gekauft wurde und nicht ergebnisneutral arbeitet. Es ist das alte Spiel mit dem halbvollen Glas Wasser. Man kann darauf hin einen Notstand ausrufen oder sich aber gelassen zurück lehnen, schließlich ist es noch halb voll. Beide Verhaltensweisen haben ihre Berechtigung, sind faktenbasiert und können völlig unterschiedlich gewertet werden.

Hier geht’s zum Aritkel der NZZ: https://www.nzz.ch/wissenschaft/ungeimpfte-treiben-die-pandemie-an-ld.1657821

Zur nachlassenden Impfwirkung:
https://de.style.yahoo.com/wirkung-zweiten-corona-impfung-l%C3%A4sst-063100302.html

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