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Erfolgreicher ARD-Krimi ‚Watzmann ermittelt‘

Neue Folgen ab Sommer 2020

Sie drehen für die neue Folge „Watzmann ermittelt“ in Berchtesgaden (v.r.): Geneveva Mayer, Andreas Giebel, Nadine, Regisseur John Delbrigde, Peter Marton, Marie Theres Kroetz-Relin, Rosalie Schlagheck und Sven Gielnik.

(gsp) Die neue Krimiserie „Watzmann ermittelt“ ist mit 3,3 Millionen Zuschauern seit Jahren die erfolgreichste ARD-Vorabendserie. Jetzt werden weitere acht Folgen zur ersten Staffel gedreht, auch für eine zweite Staffel wurde bereits ein Auftrag erteilt informierte Boris Ausserer von der Produktions‎firma ‎“Lucky Bird Pictures GmbH“. Sendestart soll im Sommer 2020 sein und vorab nochmals die ersten acht Folgen ausgestrahlt werden.

Dreharbeiten in Berchtesgaden

„Wir versuchen die Klischees zu umschiffen“, bekennt Hauptdarsteller Andreas Giebel, der die Rolle des etwas ‚grantelnden‘, aber herzlichen Hauptkommissars Benedikt Beissl spielt. Und doch lebt die Serie von den Klischees einzigartiger Landschaftsbilder, idyllisch gelegenen bäuerlicher Anwesen und den alten malerischen Gassen der Marktgemeinde Berchtesgaden. Für Krimispannung sorgen meist familiäre und private Tragödien, die sich im Rahmen der Ermittlungen weitgehend erschließen. So soll es in der neuen Folge eine Wirtin treffen, gespielt von Marie Theres Kroetz-Relin, deren Mann sich plötzlich von ihr trennt und sie mit der ganzen Lebenssituation alleine lässt. „Kein Klischee“, betont sie. Privat engagiert sie sich für die Rechte der Frau und für eine Inklusion von Flüchtlingen, etwa mit dem Projekt ‚kino-frauen-aller-kulturen‘.

Keiner stiehlt die Show

Hauptkommissars Benedikt Beissl ( Andreas Giebel) und sein Ermittlerteam.- Fotos: Gerd Spranger

Ein junges und dynamisches Gesicht der Serie ‚Watzmann ermittelt‘ ist der gebürtige Wiener Peter Marton in seiner Rolle als Kommissar Jerry Paulsen. Er geht spontan und mit Empathie auf die Menschen zu und erobert schnell die Herzen. Auch privat fährt er damit gut, versichert Marton. Neuland war für ihn Berchtesgaden, den Watzmann kannte er nur von der Ferne. „Die Leute hier sind natürlich etwas anders geprägt, wie etwa in einer Großstadt wie Wien.“ Damit aber komme er gut zurecht. Gut zusammen kommen auch die beiden Kommissare der Serie. Die Beziehung zwischen Andreas Giebel und Peter Marton habe sich vertieft. „Keiner stiehlt dem Anderen die Pointe und wir lernen vermehrt in leisen Tönen zwischen den Zeilen unseren Humor zu entfalten“, verrät Andreas Giebel.

Die Freiheit des Schauspielers

Regisseur John Delbrigde und Marie Theres Kroetz-Relin

Dass dazu Raum bleibt, sind sich die Akteure einig. Regisseur John Delbrigde gibt dafür die schauspielerische Freiheit. „Als Darsteller passen wir uns den besonderen Gegebenheiten vor Ort an und da gibt es immer wieder unbekannte Situationen und Umstände, die so im Drehbuch nicht zu finden sind. Ein gutes Team setzt das erfolgreich um, und wir machen unsere Sache nicht schlecht“, erklärt Giebel augenzwinkernd. Eine Vorabendserie sei auch nicht dazu angetan mit allzu viel Aktion oder psychologischen Tiefgang gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen. Sie soll unterhaltsame Spannung, eingebunden in einer reizvollen Kulisse, vermitteln. Und da macht der Watzmannkrimi seine Sache gut, wie die Einschaltquoten belegen. Ein wenig ist er zwischen Bergdoktor und Bozen-Krimi angesiedelt.

Berchtesgaden gewinnt
durch das Filmbusiness

Die Kommissare Jerry Paulsen (Peter Marton) und Benedikt Beissl (Andreas Giebel) posieren vor der Polizeistation in Berchtesgaden.

Für Maren Hauke, die die Dreharbeiten vor Ort für die BGL-Tourismus GmbH begleitet, ist der Erfolg der Serie für Berchtesgaden schon jetzt durch die zahlreichen positiven Rückmeldungen mehr als belegt. „„Die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH freut sich sehr darüber, dem Team von „Watzmann ermittelt“ optimale Rahmenbedingungen für den Dreh zu schaffen und die Region wiederholt in den neuen Folgen in Szene zu setzen. Durch das Film- und TV-Business gewinnt das Berchtesgadener Land nicht nur ein ausgezeichnetes Image, sondern erzielt auch eine hohe Reputation und Wertschöpfung. Wir freuen uns über den Film-Tourismus, den wir mittlerweile an beliebten Drehorten erleben dürfen“, bekennt BGLT-Geschäftsführer Peter Nagel.

Peter Marton mit Regisseur John Delbrigde und Geneveva Mayer, die Gerichtsmedizinerin in der ARD-Serie ‚Watzmann ermittelt‘.

 

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Alles begann im ‚Haus der Jugend‘ mit den Disc-Partys

Mit 15 Jahren legte er die ersten Platten im ‚Haus der Jugend‘ in Bad Reichenhall auf und durchlief zu jener Zeit eine Ausbildung zum Metzger, seinem Beruf, in dem er 20 Jahre lang gearbeitet hat. Es waren die frühen 80er-Jahre und es waren noch echte Schallplatten, meistens Singles, die er damals auflegte, erzählt Bernhard, der in der Alpenstadt und weit darüber hinaus als DJ Börnsen bekannt ist.

„Jede Woche durfte ich dafür zehn neue Singles aus den Charts im Auftrag von Rupert Fegg, dem damaligen Leiter der städtischen Einrichtung, beim Kaufhaus Juhasz kaufen“, erzählt er. „Wir hatten zuletzt einen Fundus von 300 LP’s und 1000 Singles um bei den Disc-Partys für gute Stimmung zu sorgen.

Hunderte Jugendliche
bei den Partys

Und die Stimmung war gut, denn die 14tägig angesetzten Partys im Haus der Jugend waren begehrte Treffs unter den Jugendlichen. In der Kurstadt gab es dazu keine Alternative und nicht selten besuchten sie einige hundert Jugendliche. Als ‚Disc-Jockey“ war man bei den Mädchen beliebt und irgendwie stand man damit auch im Mittelpunkt, was dem jungen Mann schmeichelte. „Ein Gefühl, dass ich von Anfang an mochte und zu dem ich heute, mit 50 Jahren, auch stehe. Ich bin nun mal extrovertiert und dennoch seit über 25 Jahren glücklich verheiratet.“

Gutes Geld und
ein hoher Zeitaufwand

Den Sprung ganz in das „Musik-Business“ einzusteigen hat DJ Börnsen nie gemacht. „Es ist zwar ein gutes Gefühl an einem Abend die Leute zu begeistern, und viele glauben damit reich zu werden, die Realität aber sieht anders aus. Will man wirklich in diesem Geschäft bestehen, muss die Soundanlage gestellt werden, was mit hohen Investitionen und dem Auf- und Abbau bei jeder Veranstaltung einhergeht. Und dann wächst der Zeitaufwand von fünf auf neun Stunden an, und so relativiert sich das gute Einkommen.“ Eines der ganz großen Events, an die sich Bernhard bis heute gerne erinnert, war die Snow-Board-WM am Götschen. „Ich bespielte über mehrere Tage den Zielbereich und legte auch bei den Siegerehrungen im Gasthof Brennerbräu auf, ein tolles Erlebnis und eine Super-Stimmung.“

Von den Singles auf die CD’s

Doch selbst nebenberuflich war der Zuspruch stark. Kontakte und Auftritte vertiefte Börnsen über das Sternenzelt, über die Event-Lokation Kaktus, Baamhake und in vielen Lokalen in Bad Reichenhall. Gerne erinnert er sich an die großen Faschingsbälle auf dem Schroffen im Brauereigasthof Bürgerbräu oder Kammerer-Bräu. Von der umfangreichen Sammlung an Langspielplatten und Singles trennte sich Bernhard gegen Ende der 80er-Jahre. „Da habe ich alles auf CD umgestellt. Das war dann schon bedeutend einfacher.“

Große Namen und große Rockbands

Es ist die Musik jener Jahre, die Nach-Beatles- und die Nach-Abba-Zeit. Als die Neue Deutsche Welle und der Electro-Synth-Pop seine Erfolge feierte. Es ist die Zeit von Madonna, Prince, Michael Jackson und Falco, aber auch von Udo Jürgens, Frank Zander, Boy George, Laid Back. Es ist aber auch die Aera der großen Rockbands, die die Jahrzehnte überdauert haben. Namen wie Beatles, Rolling Stones, Pink Floyd, AC/DC, Queen, Led Zeppelin, Eagles, Santana, Beach Boys, Scorpions und Status Quo sind unvergessen.

Den Stimmungspegel hoch halten

Der Erfolg des Metzger-Fachverkäufers Bernhard als DJ Börnsen wuchs weiter. Ab 2000 meldete er dann doch ein eigenes Gewerbe an, nebenberuflich war es die aktivste Zeit für ihn. Es verging keine Woche, an der er nicht mindestens zweimal in Rosenheim, Traunstein, Salzburg oder im Berchtesgadener Land irgendwo die Musik einspielte und mit Licht und Lasershows das Publikum unterhielt. Auch Bands engagierten ihn gerne, um vornweg, zwischendurch und zum Ausklang den Stimmungspegel oben zu halten.

Online und mit Tonstudio

Technisch stand ab 2004 der nächste Sprung an. Ab da an ging’s online mit Laptop zu den Auftritten. Sein langjähriger Partner, das Tonstudio Martin, sorgte jetzt für die Technik und das ist bis heute so geblieben. „Das macht es für mich einfacher, ich kann mich auf das Kerngeschäft konzentrieren, und die Profis vom Tonstudio machen einen guten Job. Stimmt nämlich die Akustik nicht, dann kommt auch gute Musik nicht zur Geltung“, weiß DJ Börnsen.

Die Generation 50-Plus

Beruflich ist Bernhard nicht stehen geblieben. Er machte noch eine Ausbildung zum Kaufmann, engagiert sich heute als Fahrer bei den Malteser Hilfsdiensten und legt auch weiterhin bei Events und privaten Feiern auf, online versteht sich, mit der guten alten Musik aus den 70-, 80- und 90-er Jahren. „Da dominiert im Publikum meist die Generation 50-Plus, eben meine Generation, die mich über die vielen Jahre hinweg kennt und schätzen gelernt hat.

„Qualität ist geil“

„Die Zeiten sind für einen Entertainer mit regionalem Bezug heute besser geworden“, meint Bernhard. „Die ‚Geiz-ist-geil-Welle‘ ist ausgelaufen. Gern werden zwei, drei Euro mehr bezahlt oder ein kleiner Obolus für den Eintritt, wenn die Show und damit auch die Stimmung passen.“ Das kommt ihm selbst, vor allem aber den Gastronomen und Veranstaltern zugute. Wer DJ Börnsen live erleben möchte, hat dazu am 26. Oktober in ‚Kopp’s Vinothek‘ Gelegenheit.

Drei Tage Sonnenschein für das Weinfest

Freunde treffen und mit Gästen
in geselliger Runde feiern

So alt wie der Euro ist das Weinfest in Bad Reichenhall, es wurde zum 17. Male rund um den Rathausbrunnen gefeiert. Dabei soll in der Alpenstadt bereits vor 350 Jahren, während einer ausgeprägten mittelalterlichen Wärmeperiode, der Weinanbau kultiviert worden sein, bekräftigt Mike Rupin, erster Vorsitzender des Gewerbevereins. der sich seit wenigen Monaten ‚Reichenhaller Unternehmerforum‘ (Rufo) nennt.

BGL-Tourismuschefin Dr. Brigitte Schlögl mit Weinfest-Initiator Peter Zumkeller, Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner und Mike Rupin, Vorsitzender der Bad Reichenhaller Unternehmer – Fotos: gsp

Von dieser kurzen Wärmeperiode abgesehen ist Oberbayern aber kein Weinland, sondern eher für seinen Hopfen bekannt. Doch das Weinfest in Bad Reichenhall kommt bei der Bevölkerung und den Gästen gut an. Und Initiator Peter Zumkeller musste 2019 sogar einigen Ausstellern absagen. „Wir wollen bewusst klein bleiben, denn das macht die Atmosphäre am Rathausplatz aus. Und mit rund 25 Ausstellern haben wir eine gesunde Grenze erreicht, so dass für die Besucher genügend Raum bleibt, das Ensemble mit Altem und Neuen Rathaus und den herrlichen Ausblick auf Staufen und Predigtstuhl wirken.“

Der Rathausplatz von Bad Reichenhall wird zur Festbühne für Weinkenner und Genießer.

Und es wirkt nach, denn viele Gäste und Besucher kommen seit Jahren zum Reichenhaller Weinfest. Für Dr. Brigitte Schlögl von der BGLT ist es das zweite Weinfest, und als Chefin des Reichenhaller Stadtmarketings freut sie sich besonders über den regen Besucherandrang, der 2019 einen neuen Rekordwert erreichen könnte, denn das Wetter hielt an allen drei Tagen. Einen persönlichen Bezug zum Wein hat sie durch ihre Großeltern, die Weinbauern im Burgenland waren. „Und auch hier sehen wir, dass Bayern und Österreich gut zusammen gehen, denn viele gute Weine und Aussteller kommen aus unserem Nachbarland“, so Dr. Schlögl. Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner freute sich über das gesellige Miteinander von Gästen und Einheimischen, von Alt und Jung und die entspannte Atmosphäre im Zentrum der Alpenstadt.

Zoran Cica und sein Sohn präsentieren sich mit einem großen Buffet. Das Leben muss weitergehen nach der Gaststätte Schießstände, die drei Monate zuvor abbrannte.

Tatsächlich waren sogar Gäste aus Holland angereist. Für sie ist das Berchtesgadener Land südlich genug, und hier finden sie italienisches Ambiente und die Gebirgswelt harmonisch vereint. Viel Freude machte ihnen auch die Livemusik mit dem großen Akkordeon, bekannten Liedern und Weisen von Wien bis zur Nordsee. Lieder zum Mitsingen und Mitschunkeln, wie man es nach einem oder zwei Gläschen Wein und in angenehmer Gesellschaft gerne macht.

Mit der ganzen Familie, mit Nachbarn, mit ‚Kind und Kegel‘ auf dem Weinfest in Bad Reichenhall

Eine Künstlerin aus München ließ sich von dem geselligen Treiben sogar so inspirieren und fertigte Skizzen an, um sie für ihr nächstes Seminar mit einzuarbeiten. Ganz zwanglos ist es unter Freunden, Gästen und Nachbarn und viele fröhliche Runden und Gesichter waren 2019 auch wieder beim Reichenhaller Weinfest zu finden. Das Weinfest gestaltet sich dabei immer auch zu einem Schmankerlfest, denn an den Ständen werden viele kulinarische Leckerbissen angeboten, vom Schinken zum Braten, vom Käse bis zum Flammkuchen, vom Hendl bis zum Fisch und auch Süßigkeiten fehlten nicht.

Auszeichnung für den Kapuzinerhof

„Der Mensch ist es uns wert“

(gsp) Das Seminarhotel Kapuzinerhof in Laufen wurde jetzt als Teilnehmerbetrieb am „Umweltpakt Bayern“ für seine besonderen Verdienste und Leistungen ausgezeichnet. Der Umweltpakt ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und der bayerischen Wirtschaft und geht auf das Jahr 1995 zurück. Nicht ganz so weit reicht die Geschichte des Seminarhotels Kapuzinerhof in Laufen, es wurde nach der Renovierung, Erweiterung und Modernisierung des alten Klosters 2001 eröffnet und steht seit 2008 unter der Führung von Peter und Sina Fingerhut. Heute sind 40 Mitarbeiter beschäftigt und die meisten von Ihnen sind mindestens acht Jahre im Betrieb.

Bürgermeister Hans Feil, Hotelmeisterin Johanna Feil, Managerin und Hotelierin Sina Fingerhut, Landrat Georg Grabner – Fotos: Gerd Spranger

Umweltschutz ist für Sina Fingerhut nicht eine Sache des Images. „Was hilft ein Etikett oder ein Qualitätssiegel, wenn nicht erfüllt wird was es verspricht“, fragt sie. „der Mensch im Allgemeinen und unsere Gäste im Besonderen sind es wert, das Beste zu bekommen, was unsere Region zu bieten hat.“ Dass bei ihr hinter den Worten auch harte Fakten stecken, zeigen fast 30 Kriterien, die das Seminarhotel Kapuzinerhof aktiv für den Schutz der Umwelt erfüllt. Das beginnt bei der Schulung der Mitarbeiter, reicht über die Einsparung von Energie bis hin zu Lebensmitteln, die vorwiegend aus regionalem und ökologische Anbau bezogen werden. Selbst die Möglichkeit E-Bikes und Elektrofahrzeuge aufzuladen wird geboten.

Umweltschutz und gut wirtschaften

Landrat Georg Grabner, sprach bei der Überreichung der Urkunde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz von Synergien und der gegenseitigen Bereicherung und Befruchtung bei der Umsetzung des Umweltgedankens. „Der Kapuzinerhof ist ein ganz hervorragendes Beispiel dafür, dass jeder von uns etwas für den Schutz der Umwelt tun kann. Für einen Betrieb heißt das in der Folge, dass er durch nachhaltiges Wirtschaften auch Kosten einspart, es rechnet sich.“

Landrat Georg Grabner gratuliert der Hotelbetreiberin Sina Fingerhut zu dem Erfolg des Seminarhotels Kapuzinerhof in Laufen.

Der Landrat erinnert sich, dass er sich vor über 15 Jahren beim Minister Thomas Goppel, als Abgeordneter im Bayerischen Landtag, intensiv für eine wirtschaftliche Nutzung der damals brach liegenden Klostergebäude eingesetzt hat. Es ist bis heute die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen, die das Seminarhotel nutzt. Doch der Kreis der Kunden reicht weit darüber hinaus und der Kapuzinerhof hat sich in Deutschland und Österreich einen guten Namen gemacht, ist an vielen Monaten im Jahr ausgebucht. Er lebt aber nicht nur vom Seminar- und Tagungsgeschäft, sondern ebenso von Familienfeiern und Firmenevents. Bürgermeister Hans Feil aus Laufen bekräftigt dabei die ausgezeichnete Qualität des Restaurants.

Urgemüse und regionale Produkte

Der Erfolg kommt aber nicht von ungefähr und zentral ist auch hier der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit verankert. „Wir haben noch nie einen Meeresfisch oder Garnelen, sondern ausschließlich heimische Fische auf der Karte geführt. Unsere Gäste haben das auch immer zu schätzen gewusst“, nannte Hotelmeisterin Johanna Feil ein Beispiel. Vor zehn Jahren etwa habe man bereits damit begonnen, vergessenes Urgemüse, Saaten und Kräuter vorzustellen und wieder in Erinnerung zu bringen. „Wir brauchen keine Modetrends, müssen nicht besser, höher oder weiter springen, um mit der Zeit gehen zu können. Wir bleiben auf dem Boden der Tatsachen und versuchen einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten“, gibt sich die Hotelmeisterin bescheiden.

Stadt Laufen mit hohem Freizeitwert

Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder der Mensch, war man sich bei dem Austausch im Landratsamt einig. Georg Grabner betonte, „dass es einfach zu spüren ist, ob der Service oder auch das, was die Karte bietet, mit Herz und Verstand zubereitet ist. Man schmeckt es ebenso, wie man Herzlichkeit spüren kann. Und das ist nicht nur eine Phrase, denn ‚Herzlichkeit‘ ist uns heute weitgehend verloren gegangen.“ Ebenso zählen auch das Umfeld zu den ‚Erfolgsfaktoren‘ und Laufen etwa verstrahle ein wenig abseits der Bundesstraße einen südlichen Charme, ist sich Bürgermeister Feil sicher. Das werde auch immer mehr wahrgenommen, denn nicht umsonst sei die Einwohnerzahl des Salzachstädchens in den letzten zehn Jahren von 5.800 auf 7.200 gestiegen. Laufen punkte mit seiner Nähe zum Abstorfer-, Waginger-, Obertrumer- und Mattsee sowie zu seiner Nähe und guten Anbindung nach Salzburg.

Die richtige work-life-balance

Herausforderungen kommen aber noch von einer ganz anderen Seite. „Die Menschen streben heute immer mehr nach einer ‚work-life-balance“, ist sich der Landrat sicher. Für die Hotellerie und Gastronomie aber setze das andere Herausforderungen als im Öffentlichen Dienst. „Hier muss noch viel getan werden“, räumt die Chefin des Kapuzinerhofes ein, sieht den eigenen Betrieb aber auf einen guten Weg. „Wir sind kein Saisonbetrieb und wir arbeiten in zwei Schichten“, bekräftigt sie. „Auch hier arbeiten wir nachhaltig und die Mitarbeiter danken es uns. Natürlich möchten wir Familie und Beruf miteinander in Einklang bringen“, sonst wären wir schlechte Arbeitgeber und Gastgeber.“

Bestnote für den Kapuzinerhof

Das bestätigen ebenso die Gäste, denn sie gaben dem Haus bei Holiday-Chek 5,8 von möglichen sechs Punkten. Ausgezeichnet wurde das Seminarhotel bereits von der Europäischen Union der Köche, von Slow-Food Deutschland, von der Solidargemeinschaft Berchtesgadener Land, von Greentable und aktuell vom Umweltpakt Bayern.

Viel Freude bei der Politik über den ‚Neuen Jenner‘

 

Großes Kino mit atemberaubender Naturkulisse am Jenner – Fotos: Gerd Spranger

Bereits im Juni eröffnete die neue Jennerbahn ihren Betrieb bis zur Bergstation (wir berichteten). Heute wurde die  Eröffnung offiziell gemacht. Geschäftsführer Franz Moderegger begrüßte viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft. Aus München lobten mit Ilse Aigner, Landtagspräsidentin des Bayerischen Landtags, Michaela Kaniber, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Maria Els. Regierungspräsidentin von Oberbayern gleich drei prominente Politikerinnen das Engagement und den Erfolg der neuen Jennerbahn. Auch Landrat Georg Grabner und die Bürgermeister des Landkreises würdigten den Neubau, der für einen Aufbruch in eine neue Zeit stehen soll.

Gleich zwei Ministerinnen begrüßt Moderator Tom Meiler zur offiziellen Eröffnung der Jennerbahn in Schönau am Königssee. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (l.) und Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags.

Geschäftsführer der Berchtesgadener Bergbahn AG (Eigentümerin der Jennerbahn) Franz Moderegger und Vorsitzender des Aufsichtsrates, Peter Moderegger dankten allen Handwerkern, Mitarbeitern, Nachbarn und für die aktive Hilfe der Politik bei der Realisierung des Projektes mit Gesamtkosten von 56 Millionen Euro. 10,5 Millionen förderte davon der Bayerische Staat, damals noch unter der Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Ministerin Michaela Kaniber bekträftigte, dass die neue Jennerbahn ganzjährig für den Tourismus wichtig ist und setzte eine Spitze gegen Tirol: „Wenn die Tiroler uns im Sommer nicht mögen, dann sollten wir auch im Winter nicht dorthin zum Skifahren reisen. Das ist allein wegen der CO2-Abgase nicht umweltfreundlich. Schöner ist es hier zuhause auf dem Jenner.“

Auch der kirchliche Segen darf nicht fehlen.

Mit dem Jenner verknüpfen auch die Politiker gute Erinnerung. Für Franz Moderegger war und ist er immer eine Perlenkette, die nachts auf dem Berg leuchtet. Eine Erinnerung, die sich ihm seit seiner Kindheit eingeprägt hat. Bürgermeister Hannes Rasp aus der Schönau am Königssee, hat hier zu Faschingsszeit manchen Unfug getrieben. Zusammen mit einem Freund sind sie etwa gemeinsam auf einen zwei Meter langen Ski in das Tal abgefahren. Ministerin Ilse Aigner kennt die Bahn seit ihrer Kindheit, und den Berchtesgadener ‚Dreiklang‘ mit Salzbergwerk, Königssee und Jenner. Für Ministerin Michaela Kaniber war eher der Götschen das bevorzugte Skigebiet, „der Jenner war mir immer zu steil“, bekennt sie. Und Landrat Georg Grabner geht gerne mit Gästen auf den Jenner, um ihnen die Murmeltiere zu zeigen.

Für alle ist der Jenner ein ganz besonderer Berg. Besonderes Lob verdiene am ‚Neuen Jenner‘ die Barrierefreiheit, damit alle Menschen das Naturerlebnis erleben können.

Landrat Georg Grabner und die Bürgermeister der Gemeinden des Berchtesgadener Landes gratulierten zur Fertigstellung des für die Region so wichtigen touristischen Großprojekts.

TSV  zum seniorenfreundlichen Verein ausgezeichnet

Ein Siegel soll neue Anreize geben – Bürgerschaftlich engagierte Hilfe

(gsp) Als einer der ersten Vereine hat der TSV Bad Reichenhall vom Bayerischen Turnerverband (BTV) das Qualitätssiegel ‚Seniorenfreundlicher Verein‘ erhalten. Vereinsvorsitzender Josef Dennerl und sein Team ließen dafür eigens zwei Übungsleiter des Sportvereins weiterbilden, die sich jetzt verstärkt der Senioren annehmen. „Von den 1700 Mitgliedern des TSV (Turn- und Sportverein 1862 Bad Reichenhall e.V.) zählen wir rund 700 Kinder und Jugendliche. Der Anteil unserer Senioren dürfte sich auch auf einige Hundert summieren und so verpflichten wir uns mit dieser Auszeichnung ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit zu geben.“ Die neu gekürten Seniorenbeauftragten Renate Bosch und Rudi Sprinzing möchten einige ’niederschwellige Angebote‘ mit leichter Gymnastik ins Leben rufen und mit kulturellen Programmen und Ausflügen für besseren Kontakt untereinander sorgen.

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Thomas Bender, ehemaliger Vicepräsident des BTV und aktives Mitglied des TSV, überreicht das Qualitätssiegel des Bayerischen Turnerverbandes. Von links: Thomas Bender, Josef Dennerl mit den beiden Seniorenbeauftragten Renate Bosch und Rudi Sprinzing. Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner wünscht dem Verein viel Erfolg und bedankt sich für das Engagement über alle Altersgruppen hinweg. – Foto: Gerd Spranger

Gefördert soll mit der Auszeichnung zum seniorenfreundlichen Verein ebenso die Kooperation hin zu Senioreneinrichtungen und Krankenkassen mit ihren Gesundheitsprogrammen. Der BTV will mit dieser Initiative die Vereine bei der Gewinnung neuer Mitglieder unterstützen und die Senioren besser Einbinden. Die Vereine sollen ihre Angebote im Sinne einer bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfe verbessern. Das Qualitätssiegel füge sich gut in das Programm der Bayerischen Staatsregierung ‚Selbstbestimmtes Leben im Alter‘ ein. Zu den Förderern des Siegels zählen die zwei Sponsoren Flexo-Handlaufsysteme GmbH und die TOGU GmbH in Prien am Chiemsee.

Traktoren: ein Leben lang und mehr

100 Oldtimer-Traktoren präsentieren sich am Wochenende auf dem Festplatz in Bad Reichenhall. Vielleicht muss man ein wenig verrückt sein, um die alten landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte über viele Jahrzehnte hinweg zu pflegen und zu hegen. Oft sind es aber auch Erinnerung an die eigene Kindheit und über Generationen hinweg, die man mit den Oldtimer-Traktoren verbindet. Angereist waren die Landwirte aus dem Landkreis Traunstein, aus dem Berchtesgadener Land und selbst aus Wals und Salzburg präsentierten sie ihre alten Traktoren. Als Belohnung gab es im Bürgerbräu-Festzelt eine große Brotzeit und eine Maß Bier dazu. Die war bei hochsommerlichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad auch gut zu verkraften.

Ich habe einige Fotos mit ‚kleinen Geschichten‘ zusammengestellt, denn erst mit der persönlichen Geschichte zum Oldtimer wird es spannend. Man hätte Stunden verbringen können, allein die Technik, die alten Motoren und Modelle wären es wert. Leider aber bin ich kein technisch versierter Mensch, schon gar nicht bei Traktoren. Doch seht selbst, ein wenig ‚zwischenmenschliches‘ habe ich zusammen getragen. – Fotos: Gerd Spranger

Opa Franz Neureiter bereiste mit seinem Gespann alle Landeshauptstädte Österreichs und erlebte auf seiner 33 Tage dauernden Rundfahrt vieles. Mit seinem Lieblingstraktor, einem 30er-Steyrer Wohnwagen, Baujahr 1954, und Hündin Lucy ging er auf Tour. „Man erlebt viel und lernt mit wenig auszukommen“, gibt er sich bescheiden. Campiert hat er stets an einem Waldrand. „Angesprochen bin ich von den Bauern häufig geworden. Bis auf eine Ausnahme waren alle sehr nett.“ Auch einige Verkehrskontrollen musste er über sich ergehen lassen.“

Dieses junge Pärchen aus Marzoll hat zwar keinen eigenen Bauernhof, sind aber leidenschaftliche Fans alter Traktoren und stolz auf ihren Fendt. Die alten Traktoren werden, falls überhaupt, nur an wirkliche Liebhaber weiter verkauft.

Pammer Michaela ist stolz auf ihren alten Lanz-Traktor aus dem Jahr 1940 und verbindet viele Erinnerungen damit. „Als kleines Mädchen bin ich schon mit Opa damit viel über die Felder gefahren“, erinnert sie sich gerne. Heute ist der Oldtimer im Besitz ihres Sohnes Julian und ist damit in der dritten Generation im Einsatz.

Viele der alten Traktoren sind ‚wie aus dem Ei gepellt‘ und echte Schmuckstücke, wie der alte Steyr aus dem Jahr 1961 mit 28 PS von Martin Leberer aus Anthering bei Salzburg.

Dem Eicher-Traktor aus dem Jahr 1951 ist sein Alter deutlich anzusehen. Er läuft aber bis heute, obwohl das Werk im oberbayerischen Forstern längst Geschichte ist.

Dieser Odtimer von Gaisreiter Muchei aus Inzell mit der Typbezeichnung JW20 ist Baujahr 1948, wird mit einem großen Schwungrad angetrieben und leistet 18 PS.

Das Organisationstem der Inzeller „Oid-Traggei-Freind“ gab die großen Schilder für die Oldtimer-Traktoren aus. Von rechts: Friedl Egger, Franz Kaml und Christian Strobl. „Ein Traktor hält fünfzig Jahre und mehr. Viele der ausgestellten Oldtimer sind bis heute im täglichen Einsatz“, bekräftigten sie.