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Und wenn nicht’s mehr hilft?!

KOMMENTAR:

Und wenn nichts mehr hilft, wenn nichts mehr einfällt, wenn alles andere alternativlos erscheint, dann gibt es einen Lockdown für Ungeimpfte wie aktuell in Österreich. Die regierenden Parteien klopfen sich auf die Schulter, das Volk applaudiert mehrheitlich und die Pharmaindustrie hat ihre helle Freude. Die nächste Million an Impfdosen ist damit sicher und die zweistelligen Milliardengewinne mehren sich. Mehr Geld aber für das niedere Pflegepersonal gibt es nicht, und es müsste deutlich mehr sein. Das geht bei bestem Willen ganz einfach nicht. Zu festgefahren sind die Verträge mit den Kassen, den Gewerkschaften und die Spitzengehälter der auf Profit getrimmten Infrastruktur von Kliniken und des gesamten Gesundheitssystems. Zudem arbeiten in den Kliniken vermehrt billige Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund. Da ist für eine gut ausgebildete deutsche Krankenpflegerin oder einen Krankenpfleger finanziell einfach nicht mehr drin. Angepasste Arbeitszeiten? – Fehlanzeige!

Ja ein Lockdown für Ungeimpfte, das zieht und die Politiker sind wieder das, was sie gerne sein wollen, nämlich Macher und Problemlöser. Dabei haben sie nicht ein einziges Problem gelöst. Weder den Pflegenotstand, noch fehlende Intensivbetten, noch das Impfversprechen eingehalten, noch schlüssige Konzepte, denn der Inzidenzwert sprengt alles bislang da Gewesene, trotz Impfung und neun langer Monate zweier Lockdowns mit Milliardenzahlungen zur Abwendung großer Kollateralschäden. Es reichen ja auch schon die tausendfachen „kleinen Schäden“, von denen kaum jemand spricht.

„Augen zu und durch“, es wird dann schon hoffentlich was bringen, wie all die anderen Maßnahmen, die es aber leider nicht gebracht haben. „Augen zu und durch“, denn den bösen Ungeimpften, den penetranten Verweigerern muss endlich das Wasser abgegraben werden. Von den Gutmenschen, den willig mehrfach Geimpften, geht ja keine Gefahr mehr aus. Sie sind geschützt vor dem bösen Virus – oder etwa doch nicht? Das könne man so nicht sagen, sie müssen sich halt nur oft genug impfen lassen, am Besten alle drei Monate. Dann, ja dann, seien sie auf der sicheren Seite einer Impfung zu der jegliche Langzeitstudien fehlen. Und immerhin in Deutschland sind bereits 150.000 Nebenwirkungen gemeldet und Insider rechnen mit einer hohen Dunkelziffer, denn viele Ärzte seien gar nicht bereit, etwaige Nebenwirkungen zu melden.

Und wer könne schon mit Gewissheit sagen, dass schwere Nebenwirkungen oder selbst manche Todesfälle absolut sicher auf eine Impfung zurück zu führen seien. Das ist im System so nicht vorgesehen. Also weiter so, sperren wir die Ungeimpften vom öffentlichen Leben aus. Besser noch, wir errichten eigene Lager für sie, um wirklich sicher zu sein vor ihnen, den Unwilligen.

Das wilde Virus

Die tagesaktuellen Meldungen überschlagen sich. Wir haben den höchsten je gemessenen Wert (7-Tages-Inzidenz) von bayernweit 348, im Landkreis Traunstein liegt er über 800 (818) und im Berchtesgadener Land über 600 (689). Markus Söder schaltet darum, und wen verwundert es, in den alten Kampfmodus. Maßnahmen zur Drittimpfung, fälschungssichere Impfpässe und mehr Kontrollen fordert er.

Wie aber kann es zu so einem hohen Anstieg kommen?

  • Deutschlandweit sind 66 Prozent der Menschen vollständig geimpft plus einem erheblichen Anteil an Genesenen
  • Vollständig Geimpfte werden nicht mehr auf Corona-Viren getestet,
  • Vollständig Geimpfte müssen als Kontaktpersonen nicht in Quarantäne

Die hohen Zahlen, wie wir sie etwa zur Jahreswende 2020/21 erlebt haben, müssten der Vergangenheit angehören, sich selbst bei einer Impfquote von „nur“ 50 Prozent halbieren. Wir verzeichnen aber ganz im Gegenteil die höchsten Werte.

Was ist falsch?

  • Wir hatten das Versprechen, mit der Impfung sei die Pandemie vorbei
  • Wir hatten das Versprechen nach Immunisierung
  • Wir hatten das Versprechen vom Ende der Lockdowns

Ja, was ist falsch? Ein prominenter Arzt aus Berchtesgaden, seine Zeichens Facharzt für Labormedizin und Unternehmer, glaube nicht daran, dass „die Erde eine Scheibe sei“. Darum halte er auch an den Impfdogmen fest. Es habe als sicher zu gelten, dass sich bei Impfraten unter 80 % praktisch jeder jüngere Mensch im Laufe seines Lebens infizieren wird. Sein Appell darum an alle: lasst euch bitte impfen!

Sicher nach wie vielen Spritzen?

„Wie oft“, möchte man ihn fragen. Dreimal, viermal oder jährlich nur zweimal? Wurden in den so gern zitierten Labortest Probanden über 60 Jahre überhaupt in die Testreihen aufgenommen? Schwangere oder Kinder? Nein, Nein, die Impfung ist sicher und sie schützt – wirklich?

Vielleicht glaubt der Arzt aber doch an die sprichwörtliche Scheibe, denn alle Zahlen sprechen gegen ihn, blickt man auf das aktuelle Infektionsgeschehen. Eine immunisierende Impfung wirkt anders. Übrigens invizierten wir uns immer schon mit Grippeviren, mal mit schwerem, mal mit leichtem Verlauf. Auch gestorben sind an der Grippe in Deutschland jährlich zehntausende Menschen, in der Saison 2017/18 waren es über 25.000.

Das wundersame Jahr 2020

Zitat (Ärzteblatt): „Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, heute mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertungen erklärte. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen.“

Hingegen gibt es im Jahr 2020 so gut wie gar keine Grippetoten. Die Menschen sterben mittlerweile an oder mit Corona, wobei die Frage abschließend nicht geklärt ist – Obduktion unerwünscht. Geklärt ist aber der wissenschaftliche Diskurs, nämlich von Anfang an, es darf ihn nicht geben. Zu mächtig erscheint eine Pharmalobby und hatte nicht Bill Gates bereits früh gesagt, dass „alle“ sieben Milliarden Menschen geimpft werden müssten? Wer sich damals noch verwundert die Augen gerieben oder die Ohren geputzt merkt: er hat es ernst gemeint und die Politik folgt bereitwillig. Welches Menschenbild liegt dem Anspruch zugrunde, das von sich sagt, nur mit „unserer“ Impfung ist die Gesundheit der Menschen garantiert? Kein Wort von dem den Menschen eigenem (und kostenlosen) Gesundheitssystem, je nach Lesart über Jahrtausende und Jahrmillionen trainiert und ausgeprägt oder von Gott den Menschen mit seiner DNA in die Wiege gelegt.

Plötzlich 55 Millionen Menschen infiziert?

Könnte es nicht auch sein, dass die jetzt so sicher geimpften Menschen jene ohne Impfung anstecken? Wenn innerhalb von sechs bis neun Monaten plötzlich 55 Millionen Bürger zu Produzenten der Spikes werden. Wörtlich heißt es bei AFP-Faktencheck: „Es stimmt, dass das Spike-Protein zur Kernstrategie von Impfungen gegen das Coronavirus gehört. Diese Impfungen enthalten das Protein selbst allerdings nicht. Stattdessen enthalten die Impfstoffe genetische Baupläne für das Spike-Protein.“ Ob sie nun Muskelzellen im Körper zur Produktion von Spike-Proteinen anregen, oder genetische Information der Spikes mithilfe von Adenoviren in den Körper eingeschleust werden – sie regen den menschlichen Körper zur Produktion von Spike-Proteinen an. Wie sich das insgesamt auf unser Immunsystem auswirkt ist dabei nicht geklärt.

Oh Wunder! ich bin wieder gesund!

Aktuell befinde ich mich selbst in Quarantäne, bin positiv. Es waren fünf schwere Tage mit Grippesymptomen, die mir viel Bettruhe abverlangten. Heute bin ich wieder auf dem Weg der Besserung. Ich kenne dieses Gefühl, habe es bei einigen Grippe-Erkrankungen die letzten Jahre immer wieder mal erlebt. Mein Immunsystem ist nun wieder auf dem aktuellen Stand und ich ziehe es jeder Art von Impfung vor. Die Immunisierung besteht dabei nach meiner Überzeugung deutlich länger als sechs Monate. Es wäre aber ein Glaubenssakrileg – und dabei sind wir wieder im Bereich der Dogmen – wenn man der natürlichen Immunisierung mehr Wirkung unterstellte als der Impfung. Der ach so tollen, völlig frei von Nebenwirkungen schützenden, mit kreuzzugartigem Eifer verspritzten Impfdosen. Gerne auch an kleine Kinder und Schwangere, es gibt keine Grenzen.

Die Ungeimpften müssen schuldig sein

Schuldig dürfen und können nur die Ungeimpften sein. Die Dogmatik lässt ausschließlich diesen einzigen Schluss zu. Andernfalls würde das ganze Weltbild (die Erde ist eine Scheibe) in sich zusammenfallen. Es würde bedeuten, dass die Impfung nämlich nicht schützt, die Geimpften mittlerweile selbst zu Pandemietreibern geworden sind. Dass damit alle drakonisch verhängten Sanktionen – wie etwa keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle – ungesetzlich sind. Sie stellen einen klaren Verstoß gegen die Menschenwürde dar, sind der Gipfel einer Impf-Apartheidspolitik, eine Entrechtung von ungeimpften Menschen. Diese sind in der Regel sozialversichert und zahlen ihre Steuern. Im Krankheitsfalle mit Covid-19 aber wird die Lohnfortzahlung gestrichen und ihnen teilweise sogar eine ärztliche Betreuung verweigert. Nichts anderes ist eine 2G-Regelung oder 3G-Plus bei dem gleichzeitigen Entzug der Möglichkeiten sich eines leistbaren PCR-Tests zu unterziehen.

Ministerin Kaniber zeigt Solidarität mit der Hotellerie und Gastronomie

Gleich zwei prominente Gäste konnte der Kreisvorsitzende der Dehoga-Bayern zur Jahresversammlung im Wellness- und Natur-Ressort Gut Edermann in Teisendorf begrüßen. Die Präsidentin des Dehoga-Bayern und Geschäftsführerin von Brauerei und Gaststätte Aiying, Angela Inselkammer, und als Überraschungsgast Michaela Kaniber, Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Sie wollte ein Jahr nach dem abrupten Lockdown im Berchtesgadener Land ihre Solidarität mit der Branche zeigen.

Eine prominente Runde zur Kreisversammlung des Dehoga-Bayern im Berchtesgadener Land (v.r.): Ministerin Michaela Kaniber, Kreisvorsitzender Johannes Hofmann, Dehoha-Referentin und Geschäftsführerin Susanne Droux und die Präsidentin des Dehoga-Bayern, Angela Inselkammer – Foto: Gerd Spranger

Zusätzlich motiviert sei sie, weil ihre Eltern über Jahrzehnte hinweg einen Gastronomiebetrieb führten und ihre Schwester bis heute ein Hotel in Bad Reichenhall. „Wir haben uns in Zeiten des Lockdowns wöchentlich getroffen und ich habe mir viel anhören müssen, was wir in der Politik der Branche zumuten.“ Mut mache ihr aber, dass man jetzt nicht „in einem Tal der Tränen“ verharre, sondern als Unternehmer wieder anpacke und nach vorne sehe. „Ja“, räumt sie ein, „ es ist in Deutschland schwer die Dinge unkompliziert zu handhaben. Wir verkomplizieren Sachverhalte gerne und bewegen uns dann wenig.“

Mehr Eigenverantwortung gefordert

Das bekräftige auch Angela Inselkammer. „Wenn wir einen Rest von 20 Prozent Eigenverantwortung bei den Menschen belassen würden, bräuchten wir die Prozesse nicht zu 150 Prozent regeln und kämen mit nur 50 Prozent an Verordnungen und Bestimmungen aus.“ Sie machte es an einem Beispiel fest. „Verletzt sich jemand an einer offen stehenden Tür, müsste man nicht gleich nach Hersteller und beauftragten Handwerksunternehmen fragen, sondern für sich selbst einfach die Lehre ziehen besser aufzupassen.“

46 Millionen Euro an 2100 Betriebe

Ein Thema was beiden Frauen, unsere Gesellschaft und vor allem auch die Gastronomie und Hotellerie beschäftigt, sind weiter die Corona-Verordnungen. „Die finanziellen Hilfen sind geflossen, in Bayern bislang über sieben Milliarden Euro. Im Berchtesgadener Land wurden fast 46 Millionen an 2100 Betriebe aus der Hotellerie und Gastronomie ausbezahlt, 58,5 Prozent der Hilfen. Es war eine Gemeinschaftsleitung, um die Branche vor Betriebsschließungen zu bewahren,“ bekräftigt Kaniber.

„Wir brauchen Planungssicherheit“

„Es ist aber an der Zeit, für uns alle, und vor allem für die Hotellerie- und Gastronomie, wieder Planungssicherheit zu schaffen. Immerhin“, so Angela Inselkammer, „sieht sich immer noch ein Viertel der Branche in seiner Existenz gefährdet und ein Fünftel denkt über eine Betriebsaufgabe nach. Es war eine brutale Zeit für uns und so etwas haben wir selbst über zwei Weltkriege hinweg in unserer 200 Jahre alten Firmengeschichte noch nie erlebt. Dennoch“, so Inselkammer, „müssen wir nach vorne sehen und raus aus der epidemischen Lage. Wenn 80 Prozent der Menschen geimpft oder genesen sind, haben wir das Ziel erreicht.“ Dem stimmte auch Ministerin Michaela Kaniber zu, wollte nicht von einem Impfzwang sprechen, gab aber zu bedenken, „dass ein hoher Inzidenzwert – und im Berchtesgadener Land haben wir deutschlandweit den dritthöchsten – nicht für eine Urlaubs- und Tourismusregion werben.“

Sonderopfer der Branche

Glückwünsche für 50 Jahre Treue zum Dehoga-Bayern (v.l.): Ministerin Michaela Kaniber, Jutta Grünberger vom Hotel Grünberger in Berchtesgaden, Kreisvorsitzender Johannes Hofmann und die Präsidentin des Dehoga-Bayern, Angela Inselkammer.

Angela Inselkammer bekräftigte noch einmal das gebrachte Sonderopfer der Branche. „Mit guten Hygienekonzepten hat die Hotellerie und Gastronomie niemals die Gesundheit von Menschen gefährdet. Die plötzlichen Schließungen hatten einen anderen Grund. Die Menschen sollten nach getaner Arbeit nach Hause gehen um sich nicht mehr privat zu treffen und damit die Kontakte zu reduzieren. Der Politik war das bewusst“, unterstellt sie, „ und hat darum sehr großzügig Hilfen von 75 Prozent des letztjährigen Nettoumsatzes gewährt. Es war angemessen, aber auch überaus großzügig. Das wird in dieser Höhe nicht mehr vorkommen“, prophezeit sie. „Nach anfänglichen Schwierigkeit hat die IHK in Bayern ganz Großartiges geleistet und die Hilfen sind schnell geflossen. Wenn es bei einzelnen Betrieben ’noch hängt‘, liegt es häufig an falschen Angaben der Steuerberater. Jeder gastronomische Betrieb darf sich aber an uns wenden, wir helfen weiter“, verspricht sie.

Bessere Vernetzung mit Erzeugern

Die engagierte Vorsitzende und Unternehmerin nutzte die Gunst der Stunde und fragte bei Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gleich nach, ob eine bessere Vernetzung zwischen Direktvermarktern und der Hotellerie und Gastronomie möglich sei. Sie antwortete umgehend: „Es gibt mit der Öko-Modellregion bereits erste Ansätze in diese Richtung, regionale Anbieter arbeiten mit dem Handel gut zusammen. Das Problem sind die Zwischenschritte, etwa bei der Schlachtung und Veredelung von Fleisch, obwohl in Bayern noch 1800 Metzgereien tätig sind. Generell ist die Nachfrage nach Bio und Regionalität sehr hoch. Wir geben täglich 1,8 Millionen Mittagsessen aus, rechnet man Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser zusammen. Es macht sicher Sinn, die Gastronomie mit einzubinden.“ Als ein positives Beispiel nannte sie die Initiative von Hotelier Johannes Lichtmannegger aus der Ramsau. „Hier hat man es verstanden, mit Almbauern und Fischerei einen Zusammenschluss zu finden. Jüngst wurde sogar noch um eine eigenen Käserei ergänzt.“

Reduzierte Steuer muss bleiben

Auf der Tagesordnung der BHG-Kreisversammlung standen noch weitere wichtige Themen auf der Tagesordnung. Bis 2023 profitiert die Branche auf Lebensmittel etwa noch von einem reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent und hofft auf eine Beibehaltung dieser „unkomplizierten und für alle förderlichen Regelung.“ Auch erlebt der Dehoga-Branchenverband durch die Corona-Pandemie nicht einen befürchteten Schwund an Mitgliedern, sondern verzeichnet ein leichtes Plus, so dass man heute 12.000 Mitgliedsbetriebe zählt. Auf sie entfalle fast 80 Prozent des Branchenumsatzes. Ein großes Thema nahm die Weiterbildung, Berufsausbildung, die Gewinnung von Fachkräften bis hin zur Unternehmenskultur ein.

„Die Krise ist für die Hotellerie und Gastronomie noch nicht vorbei“

Die Gastronomie und Hotellerie hat die Corona-Lockdowns überstanden, doch in wie weit, ist abschließend noch nicht zu sagen. Die Hilfen des Freistaates Bayern (wir berichteten) hat zwar auch im Berchtesgadener Land gegriffen, „doch die Nachwirkungen sind trotz eines sehr guten Sommergeschäftes noch deutlich spürbar“, äußert sich der Kreisgeschäftsführer des Dehoha-Bayern, Johannes Hofmann. „Persönlich kenne ich einige Gastronomen, die während der Pandemie ihre private Altersvorsoge aufgegeben haben. Es fehlt am Personal, an gut ausgebildeten Fachkräften und am Berufsnachwuchs. Dreijährige Ausbildungen sind nicht mehr zeitgemäß, die jungen Menschen müssen und wollen schneller in den Beruf. Gerade bei ihnen gibt es einen hohen Anteil, der mit ’schnellen Jobs‘ gleich gut verdient, sich aber zehn Jahre später wundert, über keine gute Ausbildung zu verfügen.“

Glückwünsche für 40 Jahre Treue zum Dehoga-Bayern (v.l.): Ministerin Michaela Kaniber, Kreisvorsitzender Johannes Hofmann, Anton Sandholz vom Gasthof Rehwinkl in der Ramsau und die Präsidentin des Dehoga-Bayern, Angela Inselkammer.

Diese direkte Ansage rief sofort Sabine Ofner, stellvertretende Leiterin der Staatlichen Berufsschule mit Berufsfachschule aus Freilassing auf den Plan. „Das ist so nicht richtig. Wir haben ein einjähriges Berufsgrundschuljahr, in der die jungen Menschen eine gute Wissensbasis vermittelt bekommen. Es gibt auch eine zweijährige und dreijährige Ausbildung. Es muss in ihrem Interesse sein, gut ausgebildete Kräfte und damit die späteren Führungskräfte in den Betrieben zu haben. Nutzen Sie mehr die einjährige Ausbildung. Sie qualifiziert und hat niedere Hürden“, schloss sie ihr Plädoyer.

Tourismus und Gastronomie galten als krisensicher

Tatsächlich aber hat sich die Perspektive verschoben. „Eigentlich galt eine Karriere im Tourismus oder in der Hotellerie und Gastronomie als Krisensicher. Dieses Urvertrauen ist nachhaltig gestört worden“, bedauert die Präsidentin des Dehoga-Bayern, Angela Inselkammer. Dr. Anja Friedrich-Hussong vom Wirtschafsservice des Berchtesgadener Landes empfahl eine bessere Vernetzung. „Wir haben für Ausbildungsberufe eine eigene Broschüre aufgelegt und dabei natürlich auch die gastgewerblichen Berufe aufgenommen. Wir gehen damit in die Schulen und auch auf Messen.“

Bald eine 4-Tage-Woche?

Alle waren sich darüber einig, dass man bei den gastgewerblichen Berufen die jungen Menschen wieder mehr mitnehmen muss. Sie setzen heute andere Prioritäten, wollen Zeit für die Familie und die Kinder haben. Eine 5-Tage-Woche sollte Normalität sein. Susanne Droux vom Dehoga-Bayern ging sogar noch einen Schritt weiter. „Junge Menschen stellen Spaß und Selbstverwirklichung in den Vordergrund und sind bereit, dafür die berufliche Karriere zurück zu stellen. Wir müssen über Arbeitszeit-Modelle wie etwa viermal zehn Stunden reden, wir müssen flexibel sein.“

Auch „Chefs“ müssen entspannt sein

„Der Kreislauf einer überhitzten Arbeitsatmosphäre beginnt schon bei den Chefs“, weiß Johannes Hofmann aus 32jähriger gastronomischer Selbständigkeit. „Dabei darf man auch die Ausflugsgastronomie, die hier im Berchtesgadener Land stark vertreten ist, nicht aus den Augen verlieren. Sie müssen in fünf Sommermonaten ihr Geschäft machen und da ist an einen Ruhetag einfach nicht zu denken. Und dennoch“, ergänzt er, „ sollten sie mehr Gelassenheit lernen und nicht vergessen, dass unsere Berufe auch viel Spaß und Freude vermitteln. Das ist ja unser Kerngeschäft, dem Gast das besondere Erlebnis zu bieten. Wir müssen es auch selbst leben.“

Gute Mitarbeiten im Focus behalten

Susanne Droux ist beim Dehoga Bayern Geschäftsführerin für den Bereich Berufsbildung und Branchenförderung. Sie vertiefte das Thema in einem Referat weiter und markierte dabei vier zentrale Punkte: „Die Branche ist gefordert pünktlich ein faires Gehalt zu bezahlen, bei den Arbeitszeiten den Mitarbeitern mehr entgegen zukommen und letztlich selbst eine Unternehmenskultur zu fördern, um den Beschäftigten auch eine emotionale Heimat zu bieten, wo sie gerne arbeiten. Der Gastronom darf als Unternehmer nicht nur den Gast im Focus haben, ebenso wichtig für ihn sind als Dienstleister gute und motivierte Mitarbeiter“, fordert sie.

Fachkräfte aus Drittländern

Susanne Droux informierte weiter über die Gewinnung von Fachkräften aus Drittländern wie Marokko, Tunesien oder Vietnam. Der Dehoga hat dafür eine eigene Fachstelle in Nürnberg geschaffen. „Wir bündeln hier die Leistungen, so dass es eine zentrale Stelle und damit einen Ansprechpartner gibt, um allen Formalitäten und Hürden des Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes gerecht zu werden. Wir stocken dafür von aktuell zehn auf 35 Mitarbeiter auf.“ Voraussetzung ist allerdings eine berufliche Qualifikation des Einwanderungswilligen. „Dabei gibt es die Hürde, dass im Ausland das duale Ausbildungssystem, wie wir es in Deutschland kennen, nicht Standard ist. Der oder die Betreffende haben aber dann die Möglichkeit, sich in den vier Jahren ihres Aufenthaltes weiterzubilden, etwa mit Kursen wie wir sie vom Dehoga aus anbieten.“ Weitere Voraussetzungen sind die Bezahlung nach Tarif, eine Wohnung und letztlich die Zufriedenheit des Beschäftigten, denn er kann das Arbeitsverhältnis auch wieder beenden oder sich einen anderen Arbeitgeber suchen. Alle interessierten Arbeitgeber sollten sich aber bereits jetzt melden, um etwa im Frühjahr oder Sommer eine Fachkraft zu verpflichten. Das Kontingent ist sonst ausgereizt.

Direkte Ansprache vor Ort

Johannes Hofmann empfiehlt für die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte einen anderen, für ihn erfolgversprechenderen Weg. „In Bayern arbeiten viele Menschen und Gastronomen mit Migrationshintergrund. Junge Menschen leben bereits hier und ihre Familien sind häufig integriert. Sie kennen sich untereinander, sind vernetzt und kennen die Sprache ihrer Heimatländer. Wir müssen aktiv auf sie zugehen, ihnen Perspektiven einer Aus- und Weiterbildung aufzeigen. Das ist ein erfolgreicher und schneller Weg.“ Bei der Praxis, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, sieht er ein großes Handicap. „Wendet man sich auf der Suche nach ausländischen Fachkräften an die Botschaften, muss man häufig bis zum ersten Januar warten, um neue Kontingente zu nutzen. Bereits am zweiten Januar aber sind die Botschaften online nicht mehr zu erreichen, denn das System ist dann schon völlig überlastet. Das hilft nicht weiter.“

Nach zwei Jahren „Versammlungspause“, bedingt durch die Corona-Verordnungen, nutzte der Dehoga das Treffen für eine Ehrung langjähriger Mitarbeiter. Ausgezeichnet wurden:

Für 40 Jahre Mitgliedschaft:

Anton Sandholz, Gasthof Rehwinkl, Ramsau
Culina Brancka, Gaststätte Neuwirt, Anger

Für 50 Jahre Mitgliedschaft:

Gertrude Gassner, Schlossberghof Marzoll, Bad Reichenhall
Jutta Lieselotte Grünberger, Hotel Grünberger, Berchtesgaden

Wie viele Menschen sterben in Deutschland?

K O M M E N T A R

Sind Tote normal? Ja, sie sind es, denn der Tod gehört zum Leben dazu. Brutal? Ja, vielleicht, doch das Leben ist endlich. Wie viele Tote aber „sind normal“, fragt Data-Journalist Mathias Brandt im Januar 2021. Wir fragen es uns auch heute, wie viele Menschen starben im ersten Halbjahr 2021 und haben dafür ebenfalls die Daten des Bundesamtes für Statistik bemüht. Zunächst aber zurück zum Jahr 2020. Rund 982.500 mussten sterben, ein 30-Jahres-Rekord, merkt der Kollege Brandt an.

Auffällig ist auch das Jahr 2018 mit knapp 955.000 verstorbenen Menschen, es sei einer aggressiven Grippewelle geschuldet. In einem Fünf-Jahresdurchschnitt wären von 2015 bis 2019 nämlich „nur“ 932.500 Menschen in Deutschland verstorben. Damit läge die Zahl des Jahres 2021 um fünf Prozent zu hoch, „Altersbereinigt“ (Überaltertung der Bevölkerung) immer noch um drei Prozent. Ganze drei Prozent! bei einer Pandemie in deren Verlauf man allein in Deutschland Millionen Tote befürchten müsse, warnte CSU-Innenminister Horst Seehofer.

Eine Übersterblichkeit von drei Prozent im Jahr 2020 – tatsächlich? Was ist mit dem Grippejahr 2018 mit 955.000 verstorbenen Menschen in Deutschland? Legt man darauf eines auf zwei Jahre durch die Überalterung der Bevölkerung resultierendes Anwachsen von drei Prozent zugrunde, so errechnet sich eine Sterblichkeit von 983.600 Menschen und liegt damit sogar über den Wert des Jahres 2020.

Damit sind wir genau in jenem Bereich einer „starken Grippewelle“, die politisch nicht sein darf, wir haben bitteschön unter einer Corona-Pandemie zu leiden. Auch die großen Schlagzeilen, wonach Coronaviren jetzt die häufigste Todesursache sei, werden zur Makulatur. Grippe abgeschafft und Herz-Kreislauferkrankungen finden sich ebenso vermehrt in der Corona-Statistik. Würden tatsächlich 30 Prozent mehr Menschen an/mit/durch Corona versterben, müssten wir jährlich 1,3 Millionen Menschen beklagen, müssen wir aber nicht.

Und auch 2021 ist im ersten Halbjahr keine signifikante Übersterblichkeit in Sicht. Mit 506.000 verstorbenen Menschen ist zwar wieder ein Höchstwert erreicht, doch zählte man 2018 im ersten Halbjahr bereits 501.000 verstorbene Menschen in Deutschland – aufgrund einer schweren Grippewelle.

Gerd Spranger

In Bayern möchte man das gerne anders sehen, wie unten stehender Link zeigt, vor allem Ministerpräsident Markus Söder. Es bleibt jedoch ein großer Unterschied, ob Grundleiden oder Begleiterkrankung nachgewiesen wurden. In erster Linie dürfte man sich bei der Diagnose auf Corona beschränkt haben. Damit werfen die gelieferten Zahlen viele Fragezeichen auf. Hier der Link:

https://www.tvo.de/bayern-covid-19-die-dritthaeufigste-todesursache-waehrend-der-ersten-corona-welle-526648/

Schule, Wirtschaft und Corona

Aus der Sitzung des Kreisausschusses vom 12. Mai 2021

Drei Fremdsprachen für das Rottmayr-Gymnasium in Laufen

Noch nie habe der Schulleiter des Rottmayr-Gymnasium, Oberstudiendirektor Maurice Flatscher, in Laufen eine so uneingeschränkte Zustimmung von Lehrern, Eltern und Schülern erfahren, bekannte er in seinem Sachvortrag vor dem Kreisausschuss des Berchtesgadener Landes. Das Anliegen ist die Einrichtung einer Fremdsprachenfolge mit drei modernen Fremdsprachen, nämlich Englisch, Französisch und Spanisch an dem Laufener Gymnasium. Zustimmung für diese Pläne, die ab dem Schuljahr 2022/23 umgesetzt werden sollen, gab es nach Rücksprache auch mit dem Schulleiter des Karlsgymnasiums in Bad Reichenhall. Der Kreisausschuss des Berchtesgadener Landes empfiehlt dem Landkreis als Sachaufwandsträger einstimmig, dieser Änderung zuzustimmen. Die letzte Entscheidung allerdings liege beim Kultusministerium, räumt Maurice Flatscher ein.

Hintergrund des Anliegens ist die geringe Akzeptanz der Schüler für den sprachlichen Zweig mit Englisch, Latein und Französisch. Spanisch wird bislang nur ab der 11. Klasse optional angeboten. Belegten vor zehn Jahren noch 70 Schüler den sprachlichen Zweig, sind es heute mit 37 Schülern nur noch gut die Hälfte. „Dadurch ist der sprachliche Zweig gefährdet und die kleinen Gruppen von sieben bis neun Schülern belasten das Stundenbudget der Lehrer enorm“, trägt Schulleiter Flatscher vor. Im aktuellen Lehrplan des Gymnasiums mussten alle Schüler, die als zweite Fremdsprache nicht Latein sondern Französisch wählten, sich bereits automatisch in der fünften Jahrgangsstufe für den naturwissenschaftlichen Zweig entscheiden. Das sei zu früh, sind sich Lehrer und Eltern einig. Ab 2022 habe man dann bis zur siebten Jahrgangsstufe die Option für den Naturwissenschaftlich-Technischen Bereich (NTG) oder für das Sprachliche Gymnasium. Im NTG erhalten die Schüler in den Fächern Physik, Chemie und Informatik ab der achten Klasse einen vertiefenden Unterricht. Mehrkosten für die Umstellung belaufen sich für den Landkreis durch Mehrausgaben für neue Schulbücher auf jährlich 1150 Euro.

650.000 Euro für die Berchtesgadener Land
Wirtschaftsservice GmbH

Der Wirtschaftsservice des Berchtesgadener Landes verwaltet ein jährliches Budget von von einer Million Euro (1.020.000,- €). Den größten Anteil trägt mit 650.000 Euro der Landkreis Berchtesgadener Land und mit 130.000 Euro Sponsoring die Sparkasse Berchtesgadener Land. Durch Projektförderungen nimmt der Wirtschaftsservice nochmals 180.000 Euro ein und durch das Bayerische Regionalmanagement weitere 60.000 Euro. So sieht es zumindest der Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 vor, dem der Kreisausschuss jetzt einstimmig zustimmte und dem Kreistag damit eine eindeutige Empfehlung aussprach. Bei den Ausgaben belasten die Personalkosten mit 790.000 Euro fast 80 Prozent der Einnahmen. 600.000 Euro werden dabei an Aufwendungen für „unbefristetes Personal“ ausgewiesen. Im Stellenplan werden knapp 10 vollzeitäquivalente Stellen ausgewiesen, darunter 1,6 für Teilzeitstellen und einen Praktikumsplatz. „In der Julisitzung des Kreistages wird die Geschäftsführerin des Wirtschaftsservice BGL, Dr. Anja Friedrich-Hussong, über die aktuellen Projekte berichten“, informierte Nicole Fegg den Ausschuss.

Landrat Bernhard Kern informiert

  • Seit Oktober 2020 unterstützt die Bundeswehr, bedingt durch die Corona-Pandemie, personell das Landratsamt Berchtesgadener Land. Die Kooperation laufe jetzt aus und „es wird mit Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Maik Franz Josef Keller, im Landratsamt noch eine kleine Verabschiedung geben“, informierte Landrat Bernhard Kern und richtete seinen Dank an die Soldaten und Soldatinnen für ihren Dienst.
  • Einen holprigen Start gab es bei der Grenzöffnung für den „Kleinen Grenzverkehr“, ein Mitglied des Kreisausschusses wurde eine Stunde aufgehalten. Landrat Bernhard Kern versprach aber, dass ab dem Wochenende alles reibungslos funktionieren werde und es ab dem 19. Mai wieder mehr Freiheiten für die Bürger gäbe.
  • Trotz Bemühungen des Landratsamtes, unter Verweis auf die besondere Situation des Berchtesgadener Landes, sei es nicht gelungen, die Außengastronomie bereits für den Vatertag öffnen zu können. Leider habe man in München dafür kein Verständnis gezeigt. Man sei aber hoch erfreut, heute am 14. Mai, endlich grünes Licht für die Gastronomiebetriebe geben zu können.
  • „Endlich wieder einen eigenen Amtsarzt für das Gesundheitsamt“, wünscht sich Landrat Bernhard Kern. Die Ausschreibung dafür sei bereits erfolgt und die Regierung von Oberbayern habe dem zugestimmt. Seinen Dank richtete der Landrat an Dr. Rüttger Clasen und Dr. Reinhard Reichelt sowie an alle Haus- und Fachärzte für ihre Kooperation und Hilfe.

Leidenschaftlicher Appell

Einen leidenschaftlichen Appell richtete Kreisrätin Agnes Thannbichler (ÖDP) an den Kreisausschuss. Der Landkreis müsse alles dafür tun, um die Inzidenz bei Corona weiter niedrig zu halten. „Es geht dabei vor allem um unsere Kinder und Enkel. Sie tragen in ganz besonderer Weise die Last dieser Pandemie. Sie dürfen durch die einschränkenden Maßnahmen in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung nicht zurück bleiben. Es ist unsere Aufgabe hier zu helfen,“ bekräftigt sie. Dabei verwies Agnes Thannbichler auf andere Landkreise, in denen Studenten für schulische Nachhilfe gewonnen werden konnten. „Wir müssen die Kinder auffangen, sie nicht alleine lassen, ihnen auch bei der persönlichen Aufarbeitung von Defiziten helfen, sie brauchen soziale Unterstützung“, fordert die Kreisrätin weiter.

Auf in goldene Zeiten

K O M M E N T A R

Die Medien machen Stimmung, ein Silberstreif, ja ein strahlender Sonnenaufgang scheint am Horizont sichtbar. Schnell sollen die dunklen Coronajahre vergessen werden, obwohl man noch gar nicht weiß, ob sie überhaupt überwunden sind. Der Wirtschaft tut’s keinen Abbruch. Das von Wirtschaftsminister Altmaier kürzlich präsentierte Wirtschafts-Gutachten geht sogar von einem deutschlandweiten Plus von 3,5 Prozent aus. Corona scheint es die ersten vier Monate des Jahres 2021 nicht gegeben zu haben, zumindest was die Wirtschaft betrifft. Der Pulsschlag werde dabei vom Export, internationalen Lieferketten und gefüllten Auftragsbüchern bestimmt. Ebenso dürften sich die großen Handelsglobalisten wie Edeka, Lidl, Aldi und Co bester Umsätze erfreuen.

Es scheint im Lande keine Rolle zu spielen, dass Handel, Tourismus und Kultur um bis zu 90 Prozent eingebrochen sind, teilweise sogar ganz zum Erliegen kamen. Hier würde mit weit über100 Milliarden an Hilfen und Krediten geholfen und mit vielen Milliarden die Kurzarbeit gefördert, so der Minister. Kein Wort davon, woher der große Geldsegen kommt. Vor so viel Optimismus, wo die Milliarde als geläufige Recheneinheit erscheint, kann sich der Normalbürger, Kleinunternehmer, Arbeiter und Angestellte nur verwundert die Augen reiben. Die Rechnung aber geht zumindest für den Wirtschaftsminister und die deutsche Industrie auf.

Ein kleines Beispiel mag verdeutlichen, dass der Optimismus womöglich auf sehr zerbrechlichen Füßen steht. Verbuchen Leitindustrien etwa im Gesundheitsbereich Gewinne von 100 Milliarden Euro, und der Mittelstand branchenbezogen Verluste von 97 Milliarden Euro, verbleibt gesamtwirtschaftlich betrachtet immer noch „ein Gewinn“ von drei Milliarden Euro. Der Mittelstand aber besteht zu 95 Prozent aus Familienunternehmen und davon gibt es in Deutschland rund 3,5 Millionen.

Aber bislang sei ja eine große Insolvenzwelle ausgeblieben und mit so einer sei auch nicht zu rechnen, prognostiziert Altmaier. Kein Wort davon, dass Millionen von Menschen in Kurzarbeit auf ein Drittel ihres Einkommens über Monate hinweg verzichten mussten. Im Gegenteil, es werde eine deutliche Erholung der Binnenwirtschaft und der privaten Konsumausgaben erwartet. Die Reichen werden noch reicher. Es werden wohl sie sein, die die Kassen wieder zum Klingeln bringen, während der Normalbürger und Kleinunternehmer das nächste Jahrzehnt daran arbeiten wird, den aufgehäuften Schuldenberg wieder abzutragen, sofern die Politik von endlos scheinenden Lockdowns ein Ende finden wird und man nicht wieder für ganze Branchen ein Berufsverbot ausspricht. Denn wirklich zu brauchen scheint man sie ja nicht. Es lebe der Export und die deutsche Wirtschaft. Oder wie es Wirtschaftsminister Altmaier ausdrückt: „Ich appelliere an alle, die Verantwortung tragen werden, für die nächsten vier Jahre dem Stellenwert der Industrie gebührenden Platz einzuräumen.“ Die Industrie dürfe nicht zu sehr mit Abgaben und Bürokratie belastet werden. Also jene, die glänzende Geschäfte machen, dürfen steuerlich ja nicht belastet werden.

Gut ins Bild und in die Handelsbeziehungen passt da auch die neue Liebe zu den USA. Der medial verehrte neue Präsident werde endlich die großen Schäden seines wenig geliebten Vorgängers wieder beheben. Die lang und teuer bezahlten Impfkampagnen zeigen langsam Wirkung und sogar Impfstoffe stehen zur Verfügung. Es winke die neue Freiheit für alle Geimpfte, Getestete und Genesene und zumindest dieses Geschäftsmodell ist auf Jahr hinweg bestens abgesichert.

Quelle:

Investieren und den Blick nach vorne offen halten

Hotels in der Krise: 
Olya Linnberg betreibt drei Hotels in Berchtesgaden- 
– Das Personal trifft es besonders hart –

Der zweite Lockdown in Deutschland trifft vor allem die Hotellerie hart, in der Regel bleibt der Branche nichts anderes übrig, als den Betrieb komplett zu schließen. Einige wenige Ausnahmen, vor allem im ländlichen Bereich, sind Häuser die speziell für Geschäftsreisende offen halten. Die Redaktion hat bei Olya Linnberg in Berchtesgaden nachgefragt, wie sie mit der Krise umgeht und welche Perspektiven sie für ihre drei Hotels, das Hotel Brennerbascht in Bischofswiesen, das Hotel AlpinaRos-Demming und das Home-Hotel Salzberg in Berchtesgaden sieht. Gemeinsam bringen es die drei Betriebe auf etwas über 200 Betten und sind im Bereich 3-Sterne-Superior einzuordnen. „Ich habe die Häuser nicht zertifizieren lassen, von den Gästen und über die Buchungsplattformen aber durchwegs sehr gute Bewertungen erhalten“, freut sich Olya Linnberg. „Das positive Feedback ist mir wichtiger, als eine kostenaufwendige Bewertung durch einen Verband“, ergänzt sie.

Gute Geschäfte im Sommer

Mit der Sommersaison war die Unternehmerin sehr zufrieden. „Wir hatten nahezu Vollbelegung und waren guter Hoffnung, die durch die Regierung verhängte coronabedingte Schließungen von Ostern und Pfingsten weitgehend wieder aufzuholen. Der jetzige zweite Lockdown, in Berchtesgaden, noch 14 Tage früher als in Restdeutschland, hat uns und unsere Gäste völlig überrascht.“ Dabei hatte sie bereits der erste Lockdown hart getroffen, als er ab 21. März 2020 mit den Vollzug des Infektionsschutzgesetzes in Kraft trat. „Ich vergab gerade die Aufträge für die Renovierung unseres neu erworbenen Hotels Salzberg, da hatte uns der Lockdown mit der Schließung aller drei Hotels kalt erwischt. Natürlich wussten wir die Zeit zu nutzen und waren im Juni mit allen Handwerksarbeiten fertig.“ 20 Angestellte aber mussten in Kurzarbeit wechseln und so erhebliche Einkommenseinbußen verkraften. „Sie sind die Leidtragenden, denn trotz eines reduzierten Einkommens laufen die Kosten für Miete, Auto und Lebenshaltung ja voll weiter. Und in Berchtesgaden sind die Mieten nicht ganz billig. Die Programme der Regierung greifen auch hier viel zu kurz,“ mahnt Olya Linnberg an.

„Uns fehlt die Planungssicherheit“

Sie wünscht sich für die Branche mehr Planungssicherheit mit einer Vorlaufzeit von mindestens zehn Tagen. „Hier im Berchtesgadener Land mussten wir die Gäste aufgrund einer Allgemeinverfügung des Landratsamtes zum 20. Oktober über Nacht nach Hause schicken. Das kann man so nicht machen“, ereifert sich die Hoteliersfrau. „Die Gastronomie traf es dabei noch härter, denn sie hatten die Lebensmittel für die nächsten Tage ja bereits eingekauft.“ Selbst betreibt Olya Linnberg kein Restaurant, sondern bietet den Gäste ein großes Frühstücksbuffet an. Aber selbst das ist in Coronazeiten nur mehr sehr eingeschränkt möglich.

Schlechte Prognose für den Dezember

Keine Sicherheit für die Planung gibt es auch für den Dezember. „Niemand kann sagen, ob wir zum Advent die Betriebe wieder aufsperren dürfen. Dann aber soll ebenfalls über Nacht wieder alles laufen, vom Personal bis über die Zimmer und sämtliche Serviceleistungen. Das ist schlichtweg ein unhaltbarer Zustand, der die gesamte Branche beschwert. Die Weihnachtsfeiern sind bereits alle abgesagt und selbst der über die Jahre so gut angenommene Berchtesgadener Christkindlmarkt.“ Das stößt bei ihr auf besonderes Unverständnis. „Es gab bereits ein gutes Konzept mit Einlasskontrollen. Die Menschen bewegen sich in der frischen Luft, wie kann man so eine traditionsreiche und positive Veranstaltung für den Markt Berchtesgaden absagen, das ist extrem traurig und ein hoher Schaden für Berchtesgaden.

Mit 20 Jahren erstes Hotel gekauft

Als Unternehmerin und gelernte Betriebswirtin schaut Olya Linnberg aber immer noch vorne und lässt sich ihren Optimismus nicht nehmen. Gebürtig ist sie in Moskau, ihre Eltern betreiben dort bis heute einen Lebensmittelhandel. Mit 20 Jahren ist sie mit dem Flugzeug nach München gereist und von dort mit einem Koffer nach Berchtesgaden um 2010 ihren ersten Betrieb, das Hotel Brennerbascht in Bischofswiesen zu kaufen. Heute ist sie mit ganzer Seele in Berchtesgaden zuhause, liebt die Berge, die Natur und die Ruhe und Beschaulichkeit der Region. Mit den Menschen kommt sie gut aus, freut sich über das gute Einvernehmen mit den Handwerksbetrieben wie Hölzl, Hummer, Koll, Lochner, Stangassinger, Rath und anderen Gewerken.

Investitionen im Wellnessbereich

Selbst sagt sie von sich, dass sie ein unruhiger Geist ist, aber dennoch in sich selbst ruht. Immer wieder möchte sie neue Ideen und Projekte verwirklichen. In die Häuser investiert sie jährlich fünf- oder sechsstellige Beträge. Demnächst soll auch das Brennerbascht eine eigene kleine Wellnessabteilung bekommen, wie sie die beiden anderen Häusern bereits haben. „Unterschätzt habe ich in den ersten Jahren den Arbeitsaufwand, das eigene betriebswirtschaftliche Konzept stand natürlich von Anfang an fest“, gesteht sie. Zeit findet sie aber immer wieder für ihren zweijährigen Sohn Emanuel.

Hält die Regierung was sie verspricht?

Das aktuelle „Rettungsprogramm“ der Regierung für die Hotellerie und Gastronomie mit dem Versprechen einer 75-prozentigen Entschädigung, gemessen am letztjährigen Novemberumsatz, hinterfragt sie kritisch. „In Abzug gebracht werden angeblich Wareneinsatz und Personalkosten, so dass bei mir höchstens 10 Prozent ankommen, hat mein Steuerberater errechnet. Da habe ich entschieden, das AlpinaRos offen zu halten, zumal der November traditionell einer der schwachen Monate ist.“

Aufatmen im Berchtesgadener Land

Am 18. Oktober stieg der 7-Tages-Inzidenzwert im Berchtesgadener Land bei den positiv auf den Cornavirus getesteten Menschen auf über 200.  Jetzt, am 9. November ist er mit einem Wert von 162,37 wieder deutlich unter 200 gefallen. Ist das Infektionsgeschehen ‚rund um den Watzmann‘ damit wieder gebannt, kann der Landkreis aufatmen? Im Landratsamt tut man es sicher, hat man für das drastische Herunterfahren des Öffentlichen Lebens, zwei Wochen vor dem deutschlandweiten Lockdown, doch heftige Kritik hinnehmen müssen. Bis heute, und wohl noch die nächsten Monate, ringen Hotellerie, Gastronomie, Freizeitwirtschaft, Kultureinrichtungen und der Handel um seine Existenz. Die aktuellen Zahlen aber lassen hoffen.

Landkreis reagiert auf hohe Coronazahlen

Neue Corona-Allgemeinverfügung für das Berchtesgadener Land
Schulen und Kitas, Gastronomie und private Feiern betroffen

(gsp) Mit einem rasanten Anstieg ist des Sieben-Tage-Inzidenz-Wert der Infektionszahlen mit dem Coronavirus über das Wochenende von 16 mit insgesamt 468 Fällen im Berchtesgadener Land auf 72,7 mit insgesamt 530 Fällen von Freitag auf Dienstag angewachsen. Das Landratsamt Berchtesgadener Land muss darum die Einschränkung für die Bevölkerung verschärfen und hat diese jetzt in einer Allgemeinverfügung, die ab dem heutigen Mittwoch gilt, bekannt gegeben. Grundlage ist eine enge Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Droht dem Landkreis Berchtesgadener Land ein zweiter Lockdown? Diese Frage treibt (v.r.) Landrat Bernhard Kern, Dr. Wolfgang Krämer als Leiter des Gesundheitsamtes und Schulamtsdirektor Klaus Biersack um – Fotos: Gerd Spranger

Der Auslöser für den starken Anstieg der Fallzahlen im Berchtesgadener Land ist in der Gemeinde Anger bei einer privaten Feier verortet worden. So hat der Bürgermeister gleich für Montag eine eintägige Schulschließung veranlasst, das Rathaus bleibt aktuell noch geschlossen. „Etwa 60 Prozent der neuen Corona-Infektionen gehen auf den Hotspot in Anger zurück, 40 Prozent registrierten wir über das Testzentrum des Landkreises in Bayerisch Gmain und aufgrund der Meldungen von den Arztpraxen“, informiert Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Gesundheitsamtes in Traunstein und Berchtesgaden.

Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Gesundheitsamtes

Für Landrat Bernhard Kern ist die neue Allgemeinverfügung, die zunächst für eine Woche in Kraft ist, ein dringender Appell an alle Bürger sich an die Regeln zu halten. „Es fordert viel Disziplin, ich bin mir aber sicher, dass wir diese Hochphase gut bestehen“, zeigt er sich zuversichtlich. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen und die Hygienemaßnahmen sowie Abstandsregeln einhalten, um so rasch als möglich zum Normalbetrieb zurückzukehren. Eine Eindämmung des Infektionsgeschehens ist möglich.“

Was das Öffentliche Leben betrifft, gelten ab sofort Beschränkungen der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 25 Personen bei Feiern, Hochzeiten und anderen Festivitäten in geschlossenen Räumen. Bei Vorlage eines Schutz-und Hygienekonzeptes sind im Freien 50 Personen zugelassen. Begrenzt wird ebenso bei privaten Zusammenkünften und in der Gastronomie auf fünf Personen am Tisch. Dabei grenzt die Verfügung genau ein nach: Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, sowie Angehörige eines weiteren Hausstands.

Angelika Niedl, Juristin des Landratsamtes

In der Gastronomie „ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle nach § 13 Abs. 4 der 7. BayIfSMV in der Zeit von 23:00 bis 6:00 Uhr untersagt. „Für einen ruhigen Ausklang des Abends wird noch eine halbe Stunde gewährt, dann aber ist endgültig Sperrstunde für die Gastronomiebetriebe“, ergänzt Angelika Niedl, Juristin des Landratsamtes. Als sensibler Bereich gelten Pflege-Einrichtungen, Seniorenheime und Krankenhäuser. Hier wird jetzt verbindlich nur ein Besucher pro Tag zugelassen. Eine Ausnahme gibt es für Minderjährige denen ein gemeinsamer Elternbesuch erlaubt ist. Dabei habe man bei der Verordnung auch Erfahrungen aus der Praxis einfließen lassen. „So ist der Besuch in einer Senioreneinrichtung nicht nur den nahen Angehörigen gestattet, sondern auch engen Bekannten. Es gibt nämlich viele von ihnen, die keine Angehörigen mehr haben und so unter Vereinsamung zu leiden hätten,“ erläutert Angelika Niedl.

Einen großen Raum in der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Berchtesgadener Land nehmen die Schulen ein. „Es ist uns bewusst“, so Landrat Bernhard Kern, „dass es Kinder, Eltern und Lehrer gleichermaßen viel abverlangt. Wir müssen aber die Infektionsketten unterbrechen.“

„In den Schulen ist ab der fünften Jahrgangsstufe auch am Platz ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zudem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet sein. Ist dies nicht möglich sind Klassen zu teilen und im Wechsel von Distanz- und Präsenz-Unterricht zu beschulen“, verlangt die Verordnung. Schulamtsdirektor Klaus Biersack bekennt, „dass Schulen und Lehrkräfte von der aktuellen Entwicklung völlig überrascht wurden. Wir haben aber aus den Monaten von April bis Juli gelernt und sind für diese Situation nicht unvorbereitet“, ergänzt er. Eine Notfallbetreuung sei zwar nicht vorgesehen, „wir werden uns für besondere Härtefälle aber was einfallen lassen“, verspricht der Schuldirektor.

Weiter legt die Verfügung fest, dass Kindertagesstätten jetzt feste Gruppen bilden müssen. Das gilbt auch für die Mahlzeiten. Verschärft wird die Regelung für Bahnhöfe und Bushaltestationen. Hier ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend.

Mit dem Hinweis, Verstöße mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro zu belegen, bekräftigt das Landratsamt nochmal den Ernst der Situation. „Die Maßnahmen sollen uns alle helfen, einen zweiten Lockdown zu vermeiden“, bekräftigt Landrat Bernhard Kern.

Seit Wochen kein neuer Coronafall im Berchtesgadener Land

Seit drei Wochen gibt es keinen neuen Coronafall mehr im Berchtesgadener Land. Der Katastrophenfall wurde darum nach drei Monaten am 17. Juni vom Landratsamt für beendet erklärt. Wir haben Glück gehabt in unserer schönen Heimat, denn insgesamt kam es nur zu 306 Infektionen und bedauerlicher Weise zu 24 Todesfällen, alle älter als 65 Jahre, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Selbst von den knapp 890 Menschen, die aufgrund von persönlichen Kontakten in eine zweiwöchige Quarantäne gestellt wurden, haben sich nur 64 Personen infiziert. Die befürchtete „Massenansteckung“ ist damit ausgeblieben. Einen kleinen „Schönheitsfehler“ gibt es dabei, denn gerade – mit Stand vom 18.06. um 15.30 – meldet die Behörde nun doch wieder drei neue Infizierte. Damit steigt die Gesamtzahl auf 309 an.

Strahlend blauer Himmel und einsame Landschaften im Berchtesgadener Land. Hier zu sehen die Nonner Wiesen in Bad Reichenhall mit Zwiesel (l.) und Hochstaufen (r.).

Wir alle haben die mit den Zwangsmaßnahmen verbundenen Einschränkungen auf unsere Weise genutzt. Etwa mit langen Spaziergängen oder um „Haus und Garten“ wieder instand zu setzen. Auch genossen wir die Ruhe bei deutlich weniger Autoverkehr und strahlend blauem Himmel. Man hatte durchaus den Eindruck, dass sich die Natur und mit ihr auch wir selbst uns erholt haben.

Jetzt hat uns der Alltag wieder und hoffentlich auch die Rückkehr zur alten Normalität ohne Angst für eine gute Zukunft. Und natürlich steht auch der nächste Urlaub an, ob im schönen Berchtesgadener Land oder am sonnigen Strand.

Während der Corona-Krise waren auch in Bad Reichenhall die Geschäfte und Restaurants geschlossen.