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Das wilde Virus

Die tagesaktuellen Meldungen überschlagen sich. Wir haben den höchsten je gemessenen Wert (7-Tages-Inzidenz) von bayernweit 348, im Landkreis Traunstein liegt er über 800 (818) und im Berchtesgadener Land über 600 (689). Markus Söder schaltet darum, und wen verwundert es, in den alten Kampfmodus. Maßnahmen zur Drittimpfung, fälschungssichere Impfpässe und mehr Kontrollen fordert er.

Wie aber kann es zu so einem hohen Anstieg kommen?

  • Deutschlandweit sind 66 Prozent der Menschen vollständig geimpft plus einem erheblichen Anteil an Genesenen
  • Vollständig Geimpfte werden nicht mehr auf Corona-Viren getestet,
  • Vollständig Geimpfte müssen als Kontaktpersonen nicht in Quarantäne

Die hohen Zahlen, wie wir sie etwa zur Jahreswende 2020/21 erlebt haben, müssten der Vergangenheit angehören, sich selbst bei einer Impfquote von „nur“ 50 Prozent halbieren. Wir verzeichnen aber ganz im Gegenteil die höchsten Werte.

Was ist falsch?

  • Wir hatten das Versprechen, mit der Impfung sei die Pandemie vorbei
  • Wir hatten das Versprechen nach Immunisierung
  • Wir hatten das Versprechen vom Ende der Lockdowns

Ja, was ist falsch? Ein prominenter Arzt aus Berchtesgaden, seine Zeichens Facharzt für Labormedizin und Unternehmer, glaube nicht daran, dass „die Erde eine Scheibe sei“. Darum halte er auch an den Impfdogmen fest. Es habe als sicher zu gelten, dass sich bei Impfraten unter 80 % praktisch jeder jüngere Mensch im Laufe seines Lebens infizieren wird. Sein Appell darum an alle: lasst euch bitte impfen!

Sicher nach wie vielen Spritzen?

„Wie oft“, möchte man ihn fragen. Dreimal, viermal oder jährlich nur zweimal? Wurden in den so gern zitierten Labortest Probanden über 60 Jahre überhaupt in die Testreihen aufgenommen? Schwangere oder Kinder? Nein, Nein, die Impfung ist sicher und sie schützt – wirklich?

Vielleicht glaubt der Arzt aber doch an die sprichwörtliche Scheibe, denn alle Zahlen sprechen gegen ihn, blickt man auf das aktuelle Infektionsgeschehen. Eine immunisierende Impfung wirkt anders. Übrigens invizierten wir uns immer schon mit Grippeviren, mal mit schwerem, mal mit leichtem Verlauf. Auch gestorben sind an der Grippe in Deutschland jährlich zehntausende Menschen, in der Saison 2017/18 waren es über 25.000.

Das wundersame Jahr 2020

Zitat (Ärzteblatt): „Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, heute mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertungen erklärte. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen.“

Hingegen gibt es im Jahr 2020 so gut wie gar keine Grippetoten. Die Menschen sterben mittlerweile an oder mit Corona, wobei die Frage abschließend nicht geklärt ist – Obduktion unerwünscht. Geklärt ist aber der wissenschaftliche Diskurs, nämlich von Anfang an, es darf ihn nicht geben. Zu mächtig erscheint eine Pharmalobby und hatte nicht Bill Gates bereits früh gesagt, dass „alle“ sieben Milliarden Menschen geimpft werden müssten? Wer sich damals noch verwundert die Augen gerieben oder die Ohren geputzt merkt: er hat es ernst gemeint und die Politik folgt bereitwillig. Welches Menschenbild liegt dem Anspruch zugrunde, das von sich sagt, nur mit „unserer“ Impfung ist die Gesundheit der Menschen garantiert? Kein Wort von dem den Menschen eigenem (und kostenlosen) Gesundheitssystem, je nach Lesart über Jahrtausende und Jahrmillionen trainiert und ausgeprägt oder von Gott den Menschen mit seiner DNA in die Wiege gelegt.

Plötzlich 55 Millionen Menschen infiziert?

Könnte es nicht auch sein, dass die jetzt so sicher geimpften Menschen jene ohne Impfung anstecken? Wenn innerhalb von sechs bis neun Monaten plötzlich 55 Millionen Bürger zu Produzenten der Spikes werden. Wörtlich heißt es bei AFP-Faktencheck: „Es stimmt, dass das Spike-Protein zur Kernstrategie von Impfungen gegen das Coronavirus gehört. Diese Impfungen enthalten das Protein selbst allerdings nicht. Stattdessen enthalten die Impfstoffe genetische Baupläne für das Spike-Protein.“ Ob sie nun Muskelzellen im Körper zur Produktion von Spike-Proteinen anregen, oder genetische Information der Spikes mithilfe von Adenoviren in den Körper eingeschleust werden – sie regen den menschlichen Körper zur Produktion von Spike-Proteinen an. Wie sich das insgesamt auf unser Immunsystem auswirkt ist dabei nicht geklärt.

Oh Wunder! ich bin wieder gesund!

Aktuell befinde ich mich selbst in Quarantäne, bin positiv. Es waren fünf schwere Tage mit Grippesymptomen, die mir viel Bettruhe abverlangten. Heute bin ich wieder auf dem Weg der Besserung. Ich kenne dieses Gefühl, habe es bei einigen Grippe-Erkrankungen die letzten Jahre immer wieder mal erlebt. Mein Immunsystem ist nun wieder auf dem aktuellen Stand und ich ziehe es jeder Art von Impfung vor. Die Immunisierung besteht dabei nach meiner Überzeugung deutlich länger als sechs Monate. Es wäre aber ein Glaubenssakrileg – und dabei sind wir wieder im Bereich der Dogmen – wenn man der natürlichen Immunisierung mehr Wirkung unterstellte als der Impfung. Der ach so tollen, völlig frei von Nebenwirkungen schützenden, mit kreuzzugartigem Eifer verspritzten Impfdosen. Gerne auch an kleine Kinder und Schwangere, es gibt keine Grenzen.

Die Ungeimpften müssen schuldig sein

Schuldig dürfen und können nur die Ungeimpften sein. Die Dogmatik lässt ausschließlich diesen einzigen Schluss zu. Andernfalls würde das ganze Weltbild (die Erde ist eine Scheibe) in sich zusammenfallen. Es würde bedeuten, dass die Impfung nämlich nicht schützt, die Geimpften mittlerweile selbst zu Pandemietreibern geworden sind. Dass damit alle drakonisch verhängten Sanktionen – wie etwa keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle – ungesetzlich sind. Sie stellen einen klaren Verstoß gegen die Menschenwürde dar, sind der Gipfel einer Impf-Apartheidspolitik, eine Entrechtung von ungeimpften Menschen. Diese sind in der Regel sozialversichert und zahlen ihre Steuern. Im Krankheitsfalle mit Covid-19 aber wird die Lohnfortzahlung gestrichen und ihnen teilweise sogar eine ärztliche Betreuung verweigert. Nichts anderes ist eine 2G-Regelung oder 3G-Plus bei dem gleichzeitigen Entzug der Möglichkeiten sich eines leistbaren PCR-Tests zu unterziehen.

Wie viele Menschen sterben in Deutschland?

K O M M E N T A R

Sind Tote normal? Ja, sie sind es, denn der Tod gehört zum Leben dazu. Brutal? Ja, vielleicht, doch das Leben ist endlich. Wie viele Tote aber „sind normal“, fragt Data-Journalist Mathias Brandt im Januar 2021. Wir fragen es uns auch heute, wie viele Menschen starben im ersten Halbjahr 2021 und haben dafür ebenfalls die Daten des Bundesamtes für Statistik bemüht. Zunächst aber zurück zum Jahr 2020. Rund 982.500 mussten sterben, ein 30-Jahres-Rekord, merkt der Kollege Brandt an.

Auffällig ist auch das Jahr 2018 mit knapp 955.000 verstorbenen Menschen, es sei einer aggressiven Grippewelle geschuldet. In einem Fünf-Jahresdurchschnitt wären von 2015 bis 2019 nämlich „nur“ 932.500 Menschen in Deutschland verstorben. Damit läge die Zahl des Jahres 2021 um fünf Prozent zu hoch, „Altersbereinigt“ (Überaltertung der Bevölkerung) immer noch um drei Prozent. Ganze drei Prozent! bei einer Pandemie in deren Verlauf man allein in Deutschland Millionen Tote befürchten müsse, warnte CSU-Innenminister Horst Seehofer.

Eine Übersterblichkeit von drei Prozent im Jahr 2020 – tatsächlich? Was ist mit dem Grippejahr 2018 mit 955.000 verstorbenen Menschen in Deutschland? Legt man darauf eines auf zwei Jahre durch die Überalterung der Bevölkerung resultierendes Anwachsen von drei Prozent zugrunde, so errechnet sich eine Sterblichkeit von 983.600 Menschen und liegt damit sogar über den Wert des Jahres 2020.

Damit sind wir genau in jenem Bereich einer „starken Grippewelle“, die politisch nicht sein darf, wir haben bitteschön unter einer Corona-Pandemie zu leiden. Auch die großen Schlagzeilen, wonach Coronaviren jetzt die häufigste Todesursache sei, werden zur Makulatur. Grippe abgeschafft und Herz-Kreislauferkrankungen finden sich ebenso vermehrt in der Corona-Statistik. Würden tatsächlich 30 Prozent mehr Menschen an/mit/durch Corona versterben, müssten wir jährlich 1,3 Millionen Menschen beklagen, müssen wir aber nicht.

Und auch 2021 ist im ersten Halbjahr keine signifikante Übersterblichkeit in Sicht. Mit 506.000 verstorbenen Menschen ist zwar wieder ein Höchstwert erreicht, doch zählte man 2018 im ersten Halbjahr bereits 501.000 verstorbene Menschen in Deutschland – aufgrund einer schweren Grippewelle.

Gerd Spranger

In Bayern möchte man das gerne anders sehen, wie unten stehender Link zeigt, vor allem Ministerpräsident Markus Söder. Es bleibt jedoch ein großer Unterschied, ob Grundleiden oder Begleiterkrankung nachgewiesen wurden. In erster Linie dürfte man sich bei der Diagnose auf Corona beschränkt haben. Damit werfen die gelieferten Zahlen viele Fragezeichen auf. Hier der Link:

https://www.tvo.de/bayern-covid-19-die-dritthaeufigste-todesursache-waehrend-der-ersten-corona-welle-526648/